Eintauchen in vergangene Pracht
Am Mittwoch in der vorletzten Schulwoche ließen die angehenden Fremdsprachenkorrespondent*innen des 1. Ausbildungsjahres Klassenzimmer, Fremdsprachentexte, Tablets und Laptops hinter sich und trafen sich in Würzburg zum Besuch der Residenz.
Bis zu unserer Führung war noch etwas Zeit, also „lustwandelten“ wir im barocken Hofgarten wie vor 300 Jahren die adeligen Damen und Herren. Wir genossen die angenehm warme Sonne, die blühenden Blumen und begutachteten neugierig die in Form geschnittenen Bäume und Büsche sowie die zahlreichen Brunnen mit ihren Skulpturen, die meist irgendwelche Gestalten aus der antiken Mythologie darstellen.
Um unser Englisch zu trainieren, hatten wir extra eine englischsprachige Führung gebucht. Die Residenz als Schloss der Würzburger Erzbischöfe steht als „außergewöhnliches barockes Gesamtkunstwerk“ seit 45 Jahren in der UNESCO-Welterbeliste.
Unsere sympathische Führerin machte uns mit dem weltbekannten Treppenhaus von Balthasar Neumann und dessen Deckengemälde von Giovanni Tiepolo vertraut. Sie wies auf interessante Details im Bildprogramm des Deckengemäldes hin, die veranschaulichten, wie sehr sich Europa damals als die Avantgarde der Zivilisation begriff. – In unseren Zeiten inzwischen undenkbar und nur nachzuvollziehen aus dem historischen Zusammenhang.
Alle Schüler*innen waren beeindruckt von den mit Stuckornamenten und Gemälden reich ausgeschmückten Sälen. Die Highlights waren neben dem Treppenhaus der Kaisersaal und das Spiegelkabinett, die verdeutlichten, wie sehr die Fürstbischöfe darauf bedacht waren, alle Welt durch ihre Macht, ihren Reichtum und ihren exzellenten künstlerischen Geschmack zu beeindrucken.
Text: Susanne Skowronek (Lehrkraft für Politik und Gesellschaft sowie für Allgemeine Sprachgrundlagen Deutsch)
Beitragsbilder: Euro Akademie Würzburg