Wie Gruppenarbeit gelingt und Spaß macht
Was haben sich die neuen Auszubildenden wohl gedacht, als am zweiten Unterrichtstag an der Euro Akademie Aschaffenburg im Fach „Politik und Gesellschaft“ Gruppenarbeit angesagt war?
Bekannte Erfahrungen mit Gruppenarbeit
Hand aufs Herz, wer hat nicht auch diese Erfahrungen während seiner Schulzeit gemacht:
Oh je, TEAM-Arbeit = Toll, Ein Anderer Macht’s!
Wer kennt nicht diese Gruppenarbeiten, in denen eine oder zwei Personen die eigentliche Arbeit machen, und ebenso viele zu schüchtern sind, um das Wort zu ergreifen und Ideen zu äußern, oder sich bequem zurücklehnen?
Professionelle Arbeitstechnik
Unsere Auszubildenden werden als Fremdsprachenkorrespondent*innen in größeren oder kleineren Teams arbeiten. Erfolgreiche Arbeit im Team basiert auf klaren Regeln, gegenseitigem Respekt, aktiver Beteiligung und strukturierter Organisation.
Um Gruppenarbeit als professionelle Arbeitstechnik einzusetzen – so erfuhren es unsere „Neuen“ im ersten Jahr der Fremdsprachenkorrespondenz-Ausbildung – gilt es, einige Grundsätze zu beachten:
Klare Ziele – klare Verantwortung
Der Arbeitsauftrag muss klar definiert sein. Allen muss das Ziel klar sein. Jedes Teammitglied ist zu jeder Zeit für das Gesamtergebnis der Gruppe verantwortlich.
Klare Rollenverteilung
In jeder Teamarbeit müssen folgende Rollen definiert sein:
- Eine Person moderiert – sie sorgt dafür, dass alle sich äußern und zu Wort kommen, stellt sicher, dass alle aktiv mitarbeiten und dass der Arbeitsauftrag zielgerichtet im Blick behalten wird.
- Eine Person kontrolliert die Zeit – sie schaut darauf, dass die vorgegebene Zeit gut genutzt wird und die Arbeit rechtzeitig zum Abschluss kommt.
- Eine Person protokolliert – sie notiert Ideen und Ergebnisse, damit alle den Überblick behalten. Alle Teammitglieder haben zu jeder Zeit Zugriff auf die in der Gruppe erarbeiteten Materialien und die dokumentierten Ergebnisse (Notizen, Dateien, Fotos, Skizzen, Plakate etc).
- Eine Person präsentiert – sie stellt die Ergebnisse der Gruppenarbeit vor, gegebenenfalls im Wechsel mit anderen Gruppenmitgliedern.
Reflexion
Durch regelmäßige Reflexion, Analyse und gegenseitiges Feedback nach Abschluss der Arbeit können Stärken und Verbesserungsmöglichkeiten erkannt und zukünftige Gruppenarbeiten optimiert werden.
Spaß und Motivation
Und siehe da: Die zukünftigen Fremdsprachenkorrespondent*innen hatten sichtlich viel Spaß an der Teamarbeit. Sie waren alle aktiv dabei, füllten ihre Gruppenrolle verantwortlich aus, unterstützten und motivierten sich gegenseitig.
Text & Fotos: Susanne Skowronek (Lehrkraft für Deutsch sowie Politik und Gesellschaft)