Praxisunterricht der angehenden Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner
Handlungssituation: pflegerische Versorgung von Herrn Bauer nach Hüftoperation
Im Rahmen unserer pflegerischen Aufgabe betreuten wir, die angehenden Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner der Klasse PFM 25-2, Herrn Bauer, 79 Jahre, fünf Tage nach einer Operation aufgrund einer Schenkelhalsfraktur mit eingesetzter Hüftprothese.
Zu unseren wichtigsten Aufgaben gehörte die Unterstützung bei der Mobilisation. Da Herr Bauer aufgrund von Schmerzen und eingeschränkter Beweglichkeit nicht selbstständig aufstehen und gehen konnte, unterstützten wir ihn beim Positionswechsel im Bett sowie beim sicheren Aufstehen und Gehen nach ärztlicher Anordnung.
Ziel war es, seine Beweglichkeit schrittweise zu fördern und gleichzeitig Komplikationen durch längere Bettlägerigkeit vorzubeugen.
Während der Pflege beobachteten wir regelmäßig die Schmerzsituation. Herr Bauer äußerte insbesondere bei Bewegungen Schmerzen im Bereich der operierten Hüfte. Diese Schmerzangaben wurden dokumentiert und bei den pflegerischen Maßnahmen berücksichtigt, um eine möglichst angenehme und sichere Mobilisation zu gewährleisten.
Ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit war die Sturzprophylaxe. Da Herr Bauer große Angst vor einem Sturz zeigte, achteten wir auf eine sichere Umgebung. Die Klingel wurde in Reichweite platziert und Stolperquellen wurden vermieden. Außerdem informierten wir ihn darüber, vor dem Aufstehen stets Hilfe anzufordern.
Besonders wichtig war die psychosoziale Unterstützung. Durch Gespräche vermittelten wir Herrn Bauer Sicherheit und nahmen seine Ängste ernst. Wir motivierten ihn, trotz seiner Unsicherheit, an den Mobilisationsmaßnahmen teilzunehmen und stärkten sein Vertrauen in die eigene Bewegungsfähigkeit.
Im Verlauf der Betreuung nahm Herr Bauer die angebotene Unterstützung gut an. Er wirkte zunehmend sicherer im Umgang mit den Mobilisationsmaßnahmen. Die Angst vor einem erneuten Sturz besteht weiterhin, konnte jedoch durch die pflegerische Begleitung etwas reduziert werden. Die regelmäßige Unterstützung und Motivation bleiben weiterhin wichtige Bestandteile der Pflege.
Simulation von Krankheitsbildern
Eine weitere Gruppe simulierte im Praxisraum mit Unterstützung des Alterssimulators Krankheitsbilder wie zum Beispiel Apoplex, Parkinson und den Zustand nach einer Knieoperation.
Für uns alle war es wieder sehr aufschlussreich und interessant. Somit konnte der Umgang mit den einzelnen Krankheitsbildern besser verstanden werden.
Beitragsbilder: Euro Akademie Bitterfeld-Wolfen