Besuch der Leipziger Buchmesse
Am 19. März 2026 besuchten die angehenden Erzieher*innen der Klasse EZ 23 die Leipziger Buchmesse. Schüler Pepe berichtet im Folgenden über seine persönlichen Eindrücke des facettenreichen Tages.
Vielfalt und Kreativität
Beim Besuch der Buchmesse habe ich verschiedene Stände erkundet, wobei mich besonders die Comic-Stände und die angebotenen Workshops interessiert haben. Dort konnte man nicht nur neue Inhalte entdecken, sondern auch selbst kreativ werden, was den Besuch abwechslungsreich gemacht hat. Besonders in Erinnerung geblieben sind mir die vielen aufwendig gestalteten Kostüme der Besucher*innen, vor allem in der Anime-Halle. Die Vielfalt und Kreativität, die dort zu sehen waren, haben eine ganz besondere Atmosphäre geschaffen und den Messebesuch zu einem echten Erlebnis gemacht.
Nachhaltige Workshops
Im Laufe des Tages sollten wir verschiedene Workshops besuchen, die sich mit Themen des Lernfeldes 6 beschäftigten. Ich habe mich für den Workshop „Aus Alt mach Neu“ entschieden, bei dem mit einem Fahrradschredder Plastik zerkleinert und anschließend zu neuen Gegenständen (durch eine Presse) wie Linealen, Karabinern oder Kämmen weiterverarbeitet wurde. Der Name und das Konzept haben mich sofort angesprochen, weil es sehr kreativ und gleichzeitig sinnvoll klang.
Besonders interessant fand ich die Idee, aus vermeintlichem Müll wieder etwas Nützliches herzustellen – fast wie Zauberei. Gefallen hat mir vor allem die Vielfalt an Möglichkeiten, wie man alte Materialien wiederverwenden kann. Es war spannend zu sehen, wie aus etwas, das man normalerweise wegwerfen würde, neue, praktische Dinge entstehen. Diese kreativen Ansätze haben mir gezeigt, dass Recycling viel mehr sein kann als nur Mülltrennung.
Denkanstoß zu mehr Umweltbewusstsein
Gelernt habe ich vor allem, dass wir als Gesellschaft viel zu selten versuchen, aus vorhandenen Materialien etwas Neues zu machen. Oft denken wir, dass Dinge nicht mehr brauchbar sind oder sich nicht weiterverarbeiten lassen, obwohl das eigentlich gar nicht stimmt. Der Workshop hat mir deutlich gemacht, wie viel Potenzial in scheinbarem Abfall steckt und dass man mit etwas Kreativität und den richtigen Werkzeugen sehr viel daraus machen kann.
Negativ empfunden habe ich an dem Workshop eigentlich nichts. Im Gegenteil, ich fand alles sehr interessant und lehrreich. Erstaunlich und auch ein wenig erschreckend fand ich allerdings die Information darüber, wie lange bestimmte Materialien wie zum Beispiel eine Konservendose brauchen, um vollständig zu verrotten. Das hat mir noch einmal gezeigt, wie wichtig ein bewusster Umgang mit Müll ist.
Schönwetter & Gestaltungsfreiheit
Positiv fand ich außerdem das gute Wetter, das den Tag zusätzlich angenehmer gemacht hat. Sehr schön war auch die freie Entscheidung zu haben, was man sich alles anschauen oder an welchen Aktivitäten man teilnehmen möchte. Dadurch konnte ich den Tag ganz nach meinen eigenen Interessen gestalten.
Besonders gefreut hat mich auch, dass ich die Messe gemeinsam mit meinen Freunden besuchen konnte, was das Erlebnis noch schöner gemacht hat. Als negativ habe ich vor allem die große Menschenmenge empfunden. Teilweise war es ziemlich voll, was das Bewegen zwischen den Ständen erschwert hat. Trotzdem überwiegen insgesamt die positiven Eindrücke deutlich.
Text: Pepe S. (Auszubildender zum Erzieher)
Beitragsbild: © s8 / shutterstock.com