Angehende Erzieher*innen setzen künstlerische Zeichen gegen Kindersoldaten
Der internationale Aktionstag „Red Hand Day“, der immer am 12. Februar stattfindet, macht weltweit auf das Schicksal von Kindern aufmerksam, die als Soldatinnen und Soldaten in bewaffneten Konflikten missbraucht werden. Die Studierenden der Fachschule für Sozialpädagogik an der Euro Akademie Berlin setzen aus diesem Anlass seit Jahren Kunstprojekte um, um sich solidarisch zu zeigen mit den jungen Menschen, die zum Einsatz an der Waffe gezwungen werden, was eine der schwersten Formen der Kinderrechtsverletzung darstellt.
Mit ihrer Kunstlehrerin Stefanie Wuschovius (genannt „Wuschi“) nahmen sich in diesem Jahr die Schüler*innen der berufsbegleitend unterrichteten Klasse EZb 25/3 der Aufgabe an, in der Lernwerkstatt (dem Herzstück unserer Fachschule) berührende Kunstprojekte zu realisieren, die sich mit dem Thema „Kinder haben Rechte“ auseinandersetzten. Ein wiederkehrendes Element war dabei eine komplett rot eingefärbte Handinnenfläche, die symbolisch für den Protest gegen den Einsatz von Kindersoldaten steht.
Im Unterricht beschäftigten sich die Studierenden, die frisch ins 2. Fachsemester gestartet sind, auch unter anderem mit der Arbeit von UNICEF sowie den Initiativen der United Nations zur Durchsetzung der Kinderrechte. Dabei wurde deutlich, dass Aufklärung und internationale Zusammenarbeit entscheidend sind, um langfristig Veränderungen hin zum Positiven zu bewirken. Das regte die angehenden Erzieher*innen anschließend zu einer Diskussion über politische Verantwortung, globale Zusammenhänge und die Rolle jeder*s Einzelnen in einer vernetzten Welt an.
Besonders erfreulich war die Ernsthaftigkeit, mit der sich die jungen Erwachsenen dem Thema näherten. Viele zeigten sich sehr betroffen von den recherchierten Fakten und entwickelten den Wunsch, selbst aktiv zu werden. Die künstlerische Auseinandersetzung bot ihnen die Möglichkeit, Gefühle auszudrücken und gleichzeitig andere zum Nachdenken anzuregen.
Mit ihrem Einsatz haben unsere Studierenden nicht nur Kreativität bewiesen, sondern auch gesellschaftliche Verantwortung übernommen. Die umgesetzten Projekte zeigen eindrucksvoll, wie politische Bildung, Wertevermittlung und künstlerisches Arbeiten – auch über die tägliche pädagogische Arbeit hinaus – an unserer Fachschule Hand in Hand gehen.
Text: Maximilian Voigt (Marketingbeauftragter des ESO Bildungsraums Berlin Brandenburg)
Beitragsbilder: Euro Akademie Berlin