eine junge Frau mit blonden Haaren steht vor einem Wald und lächelt in die Kamera.

Alumni im Gespräch: Interview mit Vanessa Rost

24. März 2026

Vanessa Rost ist Absolventin der Euro Akademie Hohenstein-Ernstthal. Erfahrt im Interview unter anderem, wie ihre Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin sie auf ihren jetzigen Beruf vorbereitet hat, und welche Kompetenzen oder Soft Skills aus ihrer Ausbildung ihr heute am meisten in ihrem Beruf helfen. Viel Spaß beim Lesen!

I. Einstieg & Werdegang 

1. Könntest du dich bitte kurz vorstellen? 

„Hallo, mein Name ist Vanessa Rost und ich habe 2022 erfolgreich meine Ausbildung an der Euro Akademie Hohenstein-Ernstthal als staatlich anerkannte Erzieherin abgeschlossen.”  

2. Was hat dich damals dazu bewogen, an der Euro Akademie deine Ausbildung zu absolvieren? 

„Ich komme ursprünglich aus dem Vogtland. Die Schulen dort haben mein Interesse jedoch nicht so richtig geweckt – einerseits aufgrund der Entfernung, andererseits auch wegen dessen, was ich von anderen Schüler*innen gehört habe. 

Deshalb habe ich mich weiter umgeschaut und bin schließlich auf die Idee gekommen, mich in Hohenstein zu bewerben. Meine Großeltern haben dort gewohnt, sodass der Weg für mich kürzer und einfacher war. Ich habe während der Ausbildung bei ihnen gewohnt. 

Außerdem hat mir die Schule dort sehr gut gefallen, und ich wollte einfach einmal etwas Neues sehen.“ 

3. Wie sah dein Karriereweg nach dem erfolgreichen Abschluss aus? Welche Stationen hast du durchlaufen? 

„Ich habe direkt in der Kita angefangen, in der ich bereits mein Prüfungspraktikum und mehrere weitere Praktika absolviert hatte. Dort bin ich als Horterzieherin eingestiegen und arbeite bis heute in dieser Einrichtung – und bin sehr glücklich darüber.“ 

II. Ausbildung & Einfluss auf den Karriereweg 

4. Inwiefern hat dich deine Ausbildung auf deinen jetzigen Beruf vorbereitet? 

„In vielerlei Hinsicht – vor allem durch die kreativen und praktischen Inhalte der Ausbildung. Man konnte in viele verschiedene Bereiche hineinschnuppern und dadurch auch herausfinden, was einem weniger liegt. Diese Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln, hatte man in der normalen Schule so nicht. Auch die theoretischen Inhalte aus dem Unterricht kann ich heute noch anwenden, was mich sehr freut.“ 

5. Gab es bestimmte Kurse, Projekte oder Lehrkräfte, die dich besonders geprägt haben? 

„Frau Seifert hat mich mit ihrem Unterricht im Fach ‚Recht‘ sehr geprägt. Der Unterricht war immer spannend und oft auch sehr unterhaltsam. 

Außerdem hat mich Frau Päßler im kreativen Gestalten sehr inspiriert. Ich bin ein kreativer Mensch und kann vieles, was ich dort gelernt und erarbeitet habe, heute auch mit den mir anvertrauten Kindern umsetzen.“ 

6. Welche Kompetenzen oder Soft Skills aus deiner Ausbildung helfen dir heute am meisten? 

„Das ist eine gute Frage (lacht). Ich würde sagen: Ruhe zu bewahren. Ich bin manchmal ein eher chaotischer und sehr lebhafter Mensch. Die Ausbildung hat mir geholfen, in stressigen Situationen ruhiger zu bleiben und mir bewusst Zeit zu nehmen.“ 

7. Hattest du während deiner Ausbildung ein klares Berufsziel oder hat sich das erst später entwickelt? 

„Mein Berufsziel stand eigentlich schon vor der Ausbildung fest: Ich wollte unbedingt im Kindergarten arbeiten.“ 

III. Herausforderungen & Erfolge 

8. Was waren die größten Herausforderungen auf deinem Karriereweg und wie hast du diese gemeistert? 

„Die größte Herausforderung war für mich, dass ich ursprünglich nie im Hort arbeiten wollte – und heute genau dort arbeite. Während meiner Praktika habe ich mich in diesem Bereich zunächst nicht so wohlgefühlt. 

In der Kita, in der ich heute tätig bin, war jedoch nur eine Stelle im Hort frei. Da ich unbedingt dortbleiben wollte, habe ich mich bewusst dafür entschieden und gesagt: ‚Augen zu und durch – ich probiere es jetzt.‘ 

Gerade am Anfang war das eine große Umstellung, vor allem, weil wir ein teiloffenes Konzept haben, das sich stark vom klassischen Kita-Alltag unterscheidet. Inzwischen habe ich mich aber sehr gut eingearbeitet.“ 

9. Gibt es ein besonderes Erfolgserlebnis oder einen Meilenstein, auf den du besonders stolz bist? 

„Ich schließe dieses Jahr meine Weiterbildung zur Praxisanleiterin ab. Danach darf ich selbst Praktikant*innen anleiten. Die Weiterbildung beende ich im Juni – darauf bin ich wirklich sehr stolz und freue mich sehr darüber.“ 

IV. Rückblick & Tipps 

10. Wenn du zurückblickst: Was würdest du deinem jüngeren Ich während der Ausbildung raten? 

„Ruhe bewahren und sich nicht zu sehr stressen. Vor allem im Hinblick auf die Facharbeit – die hat mich damals viele Nerven gekostet, obwohl sie am Ende gar nicht so schlimm war. 

Generell würde ich mir raten, alles etwas entspannter zu sehen.“ 

11. Welche Tipps hast du für aktuelle Studierende und junge Absolvent*innen, die eine ähnliche Karriere anstreben? 

„Macht euch nicht zu viel Druck und lasst euch nicht entmutigen, wenn mal etwas nicht klappt oder eine Note schlechter ausfällt. Am Ende findet sich immer ein Weg – irgendwie wird alles gut.“ 

Das Interview führte: Jill Semidei
Beitragsbild: Vanessa Rost

Geschlechtergerechtigkeit gehört zu den Grundsätzen unseres Unternehmens. Sprachliche Gleichbehandlung ist dabei ein wesentliches Merkmal. Für den diskriminierungsfreien Sprachgebrauch verwenden wir in Texten den Gender Star bei allen personenbezogenen Bezeichnungen, um alle Geschlechter und Geschlechtsidentitäten einzuschließen. Versehentliche Abweichungen enthalten keine Diskriminierungsabsicht.
eine junge Frau mit blonden Haaren steht vor einem Wald und lächelt in die Kamera.