Alumni im Gespräch: Interview mit Thomas Bernardy
Thomas Bernardy ist Absolvent der Euro Akademie Berlin. Im Interview erzählt er, wie ihn die Ausbildungen zum Masseur und medizinischen Bademeister sowie zum Physiotherapeuten auf seinen heutigen Berufsweg vorbereitet haben – unter anderem auf seine Tätigkeit als Lehrkraft an der Euro Akademie Berlin. Außerdem berichtet er, welche Kurse, Projekte und Lehrkräfte ihn während seiner Ausbildungszeit besonders geprägt und inspiriert haben.
Viel Spaß beim Lesen!
I. Persönliche & berufliche Entwicklung
1. Könntest du dich bitte kurz vorstellen?
„Mein Name ist Thomas Bernardy.
Meine erste Ausbildung zum Masseur und medizinischen Bademeister habe ich von 2013 bis 2015 an der Euro Akademie Berlin gemacht. Im Jahr 2017 bin ich an die Euro Akademie Berlin zurückgekehrt und habe berufsbegleitend die Ausbildung zum Physiotherapeuten in zwei Jahren absolviert. Im Dezember 2020 wurde ich von der Euro Akademie Berlin angesprochen, ob ich mir vorstellen könnte anfänglich Ein-Fach, inzwischen mehrere Fächer zu unterrichten.“
2. Was hat dich damals dazu bewogen, deine Ausbildung an der Euro Akademie zu absolvieren?
„Ich habe mich aufgrund von privaten Vorkommnissen damals beruflich komplett neu aufgestellt. Über die Wiedereingliederung des Arbeitsamts kam ich dann auf die Ausbildung zum Masseur und medizinischen Bademeister. Ich habe mich dann selbstständig in meinem direkten Umfeld informiert, wer diese Ausbildung anbietet. Ich habe mir die Euro Akademie Berlin angeschaut und fand es hier vom ersten Moment an sehr persönlich, ansprechend und angenehm. So bin ich dann hierhergekommen.“
II. Studium & Einfluss auf den Karriereweg
3. Wie sah dein Karriereweg nach deinem erfolgreichen Abschluss aus? Welche Stationen hast du durchlaufen?
„Nach dem Bestehen der Prüfung zum Masseur und medizinischen Bademeister habe ich als Angestellter zwei Jahre in einer Praxis gearbeitet. Über diese Praxis wurde mir auch ermöglicht, dass ich berufsbegleitend die Ausbildung zum Physiotherapeuten finanziert bekommen habe. In dieser Praxis bin ich immer noch angestellt. Darüber hinaus habe ich den Weg in die Pädagogik gefunden.“
4. In welcher Position arbeitest du bei der Euro Akademie?
„Inzwischen arbeite ich als Fachlehrer für physiotherapeutische Teilbereiche – insbesondere für die praktischen Teilbereiche der Orthopädie und Chirurgie.“
5. Was gefällt dir an der Euro Akademie als Arbeitgeber und was hat dir damals schon als Schüler gefallen?
„Was mir bis heute sehr gut gefällt ist, dass die Euro Akademie Berlin in unserer Abteilung sehr familiär ist. Unsere Abteilung umfasst aktuell rund 100 Schülerinnen und Schüler. Auch damals habe ich nicht so viele Mitschüler*innen gehabt. Das heißt, man konnte sich besser konzentrieren. Aus Lehrersicht kann ich sagen, dass wir ein überschaubares Team sind, welches sehr gut über kurze Wege miteinander kommuniziert und zusammenarbeitet.“
6. Inwiefern hat dich deine Ausbildung auf deinen jetzigen Beruf vorbereitet?
„Ich hatte das Glück, dass die Ausbildung zum Masseur und medizinischen Bademeister bereits sehr physiotherapeutisch ausgerichtet war. Das heißt, ich bin sehr professionell im Fachwissen ausgebildet worden, aber auch im sozialen Umgang mit Patient*innen und Schüler*innen. Das hat mich sehr gut vorbereitet.“
7. Gab es bestimmte Kurse, Projekte oder Lehrkräfte, die dich besonders geprägt haben?
„Ja, sicherlich. Es sind Dinge, die ich heute noch selbst begleite und unterrichte. Eine große Prägung hat Herr Paschenko in meinen beiden Ausbildungen hinterlassen und jetzt als mein direkter Vorgesetzter. Aber auch bei anderen Lehrkräften wie beispielsweise Frau Griesbach, die heute an einem anderen Standort arbeitet, habe ich sehr viel als Schüler und auch für meine pädagogische Weiterbildung gelernt.“
8. Hattest du während deiner Ausbildung ein klares Berufsziel oder hat sich das erst später entwickelt?
„Ich bin in die Ausbildung eigentlich eher zufällig hineingestolpert und hatte zunächst kein Ziel vor Augen. In den ersten sechs Monaten wurde mir relativ schnell klar, dass ich für Physiotherapie, für den Körper, für physiologische und anatomische Zusammenhänge ein großes Verständnis habe. Von daher war mir schnell bewusst, dass ich Physiotherapeut werden will. Durch meine damaligen Lehrkräfte, die heute teilweise meine Kolleginnen und Kollegen sind, stellte sich auch heraus, dass ich Talent habe, damals meinen Mitschüler*innen und heute als Lehrer anderen etwas beizubringen.“
III. Herausforderungen & Erfolge
9. Was waren die größten Herausforderungen auf deinem Karriereweg und wie hast du diese gemeistert?
„Ich war bereits 34 Jahre alt, als ich mich für den zweiten Bildungsweg entschieden habe. Die größte Herausforderung war, wieder auf der Schulbank zu sitzen und zu lernen. Aber dadurch, dass ich relativ schnell Zugang zu physiologischen und anatomischen Themen gefunden habe, ist mir das recht leicht gefallen. Aber die beiden Abschlussprüfungen zum Masseur und medizinischen Bademeister wie auch zum Physiotherapeuten waren eine Herausforderung, weil sie sich über einen Monat ziehen und aus mehreren schriftlichen und mündlichen Prüfungen bestehen. Das war schon etwas stressig.“
10. Gibt es ein besonderes Erfolgserlebnis oder einen Meilenstein, auf den du besonders stolz bist?
„Der erfolgreiche Abschluss meiner Ausbildung als Masseur und medizinischer Bademeister war der erste große Meilenstein, den ich geschafft habe. So richtig bewusst wurde mir nach dem Abschluss der Physiotherapie-Ausbildung und der zusätzlichen Ausbildung zum Manual-Therapeuten, dass ich etwas erreicht hatte. Heute merke ich es auch daran, wie ich das Wissen vermittle und, dass es mir großen Spaß macht, es zu vermitteln.“
Das Interview führte Jill Jeanne Semidei
Beitragsbild: Thomas Bernardy