Eine Gruppe von vier Jugendlichen mit Rucksäcken läuft gemeinsam über einen sonnigen Platz vor einem modernen Gebäude. Sie tragen lässige Kleidung wie Jeans, Kapuzenpullover und Hemden und wirken im Gespräch vertieft.

Koordinationsübungen und Jamsession beim Boys’ Day an der Euro Akademie Berlin

28. April 2026

Einmal im Jahr öffnet die Euro Akademie Berlin ihre Tore gezielt für männliche Jugendliche im Alter von 13 bis 17 Jahren, die noch einiges an Orientierung bei der Berufswahl bzw. beim Schmieden ihrer individuellen Zukunftspläne benötigen. Am sogenannten „Boys’ Day“, der am vergangenen Donnerstag, den 23. April, stattfand, beteiligte sich unsere Berufsschule daher erneut mit großer Überzeugung und viel Engagement. Um bei diesem bundesweiten Aktionstag Jungen authentische Einblicke in Berufsfelder zu ermöglichen, in denen Männer nach wie vor stark unterrepräsentiert sind, nahmen Yvonne Hengst (sozialpädagogische Fachkraft), Susanne Köszeghy (Akademieleiterin), Marius Ortenburger aus dem Weiterbildungs- und Maximilian Voigt aus dem Bewerbungsmanagement in der Zeit von 9 bis 13 Uhr insgesamt 16 junge Besucher in ihre Obhut. Das Ziel: Horizonte erweitern und Rollenklischees aufbrechen.

Einblicke und erste Erfahrungen

Für eine ungezwungene, offene und neugierig machende Atmosphäre hatte gleich zu Beginn Maximilian Voigt gesorgt, der in einer Vorstellungsrunde auch erfragte, ob seine Gäste schon erste Erfahrungen mit sozialen oder pflegerischen Berufen gemacht hätten. Dabei stellte sich unter anderem heraus, dass einer der älteren Jugendlichen schon ein Schulpraktikum in einer Reha-Einrichtung für von Schlaganfällen Geschädigte absolviert hatte. Andere Oberschüler hatten erste Betriebsluft in einem ähnlichen zeitlichen Umfang in Kitas geschnuppert. Wieder andere Teilnehmer berichteten davon, dass sie aufgrund eigener, leidlicher Erfahrung (als Mitglieder in Sportvereinen nach erlittenen Verletzungen) auf pflegerische bzw. die Gesundheit wiederherstellende Berufe, wie z. B. den Physiotherapeuten, bereits heute große Stücke halten.

Praxisnahe Workshops und musikalische Highlights

Bei verschiedenen Programmpunkten – u. a. bei einer Führung durch das Schulgebäude, bei mehreren die nonverbale Kommunikation erfordernden Zahlenspielen und bei Koordinationsübungen mit vollständig ausgeklapptem Zollstock – konnten die Ausbildungsgänge „Sozialassistent*in“, „Erzieher*in“ und „Pflegefachassistent*in“, in denen die männlichen Teilnehmer an der Euro Akademie Berlin traditionell eine mitunter verschwindend geringe Minderheit darstellen, praxisnah und spielerisch vorgestellt werden. In kleinen Workshops konnten die Schüler typische Tätigkeiten selbst ausprobieren. Außerdem debattierten sie im Plenum darüber, über welche Eigenschaften etwa ein guter Erzieher verfügen muss (Geduld, Empathie, „Rundumblick“) und für welche mitunter auch schwierigen, im Arbeitsalltag mit mal mehr, mal weniger großer Regelmäßigkeit wiederkehrenden Themen er gewappnet sein muss (Kindeswohlgefährdung, Kommunikation mit gereizten Eltern). Marius Ortenburger löste ab der Mittagsstunde dann Begeisterungsstürme bei den Jugendlichen aus, als er mit ihnen im Musikraum Hand an die (E-)Gitarren und Kontrabässe anlegte. Auch einige „Erst-Trommler“ fanden sich schnell, sodass schon nach kurzer Abstimmung rhythmische Klänge den Unterrichtsraum erfüllten. Das Argument, dass das gemeinsame Musizieren nicht nur die Herzen ganz kleiner Kinder in Kitas höher schlagen lässt, konnten die anwesenden Jugendlichen somit nicht von der Hand weisen.

Fazit und Ausblick

Wir sind davon überzeugt, dass Berufsorientierung am besten gelingt, wenn sie erlebbar wird. Deshalb freuen wir uns, Teil dieses wichtigen Aktionstages gewesen zu sein – und hoffen, dass wir dem einen oder anderen Besucher neue Perspektiven aufzeigen konnten. Auch für den Boys’ Day 2027 – so viel stand bereits unmittelbar nach Ende der Veranstaltung für unser beteiligtes Mitarbeiterquartett fest – wird die Euro Akademie Berlin wieder ein Mitmach-Programm auf die Beine stellen.

Text: Maximilian Voigt (Marketingbeauftragter des ESO Bildungsraums Berlin Brandenburg)
Foto: Shutterstock/Artens

Geschlechtergerechtigkeit gehört zu den Grundsätzen unseres Unternehmens. Sprachliche Gleichbehandlung ist dabei ein wesentliches Merkmal. Für den diskriminierungsfreien Sprachgebrauch verwenden wir in Texten den Gender Star bei allen personenbezogenen Bezeichnungen, um alle Geschlechter und Geschlechtsidentitäten einzuschließen. Versehentliche Abweichungen enthalten keine Diskriminierungsabsicht.
Eine Gruppe von vier Jugendlichen mit Rucksäcken läuft gemeinsam über einen sonnigen Platz vor einem modernen Gebäude. Sie tragen lässige Kleidung wie Jeans, Kapuzenpullover und Hemden und wirken im Gespräch vertieft.