Nachhaltigkeit hat viele Gesichter
Am 17. April 2026 besuchten unsere angehenden Fremdsprachenkorrespondent*innen das Klärwerk der Mainzer Netze.
Wider Erwarten geruchsarm
Die Schüler*innen konnten bei der Exkursion einen wichtigen Einblick in die Infrastruktur der Stadt Mainz und seiner Vororte bekommen. Sie wurden durch das Mainzer Zentralklärwerk in Mainz-Mombach geführt, haben die verschiedenen Klärbecken, Förderanlagen, Pumpenstationen und Kraftwerke gesehen und dabei überraschend wenig gerochen.
Die ca. 40 Millionen Liter Abwasser von 250.000 Mainzer Bürger*innen werden täglich in 18 kleinen Klärwerken und einem großen Zentralklärwerk – hauptsächlich biologisch durch Mikroorganismen – gereinigt, bis am Ende klares Wasser in den Rhein abfließen kann. Ein natürliches und nachhaltiges System der Abwasserentsorgung. Welche Konsequenzen es hätte, würde das Abwasser ungeklärt in unser biologisches System kommen, wurde ebenfalls deutlich.
Energiegewinnung für die Stadt Mainz
Aber nicht nur darüber informierten sich die Schüler*innen, sondern auch die beiden großen, eierförmigen, sogenannten Faultürme wurden erklärt. In ihnen werden die abgesetzten Schlickstoffe aus den Klärbecken für jeweils drei Wochen gegärt, wodurch Bioenergie gewonnen wird. Auch bei der abschließenden Verbrennung der Reststoffe wird Energie für die Stadt Mainz gewonnen.
Die angehenden Fremdsprachenkorrespondent*innen fragten sich vor der Exkursion, weshalb man sich so etwas anschauen muss. Nach der Exkursion wurde aber deutlich, weshalb es sinnvoll ist, Abwasser umweltverträglich aufzubereiten, wie wichtig und wie unabdingbar es geworden ist, egal ob für Städte, große Industrieunternehmen oder im Tourismus, zum Beispiel auch für Kreuzfahrtschiffe.
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