Von warmherzigen Gastgeber*innen zu freudig erwarteten Gästen
Bereits Franz Beckenbauer wusste: Gute Freunde kann niemand trennen! Und erst recht nicht die fast 600 Kilometer Luftlinie, die Amsterdam von Berlin entfernt liegt.
Freudiges Wiedersehen mit der ROC van Amsterdam
Nachdem erst Anfang April drei Auszubildende der Euro Akademie Berlin und Maximilian Voigt aus dem Bewerbungsmanagement für zwei Wochen in die Niederlande gereist waren, um an unserer dortigen Partnerschule ROC van Amsterdam im Unterricht zu hospitieren und neue Bekanntschaften zu schließen, wechselten in dieser Woche die Rollen – und aus warmherzigen Gastgeber*innen wurden freudig erwartete Gäste. Insgesamt acht Schüler*innen sowie zwei Lehrkräfte des ROC-Campus in Amstelveen (einer Gemeinde vor den Toren Amsterdams) hielten sich für sieben Tage in der deutschen Hauptstadt auf, um Einblicke in den Ausbildungsalltag der Erzieher*innen, Fremdsprachenkorrespondent*innen, Physiotherapeut*innen und Sozialassistent*innen von morgen sowie in deren Arbeitswelt zu erhalten. Aber auch für lehrreiche Exkursionen zu historisch, kulturell oder politisch bedeutsamen Orten in der Berliner Innenstadt wurde reichlich Zeit eingeplant. Möglich macht diese Art des regelmäßigen Austausches das europäische Förderprogramm Erasmus+, das schon viele neugierige Nachwuchskräfte auf die jeweils andere Seite der deutsch-niederländischen Grenze verschlagen hat.
Gemeinsam den Unterricht und Berliner Highlights erleben
Für die Schüler- und Lehrkräfte-Delegation, die die Holländer*innen in diesem Frühjahr zu uns entsendet haben, begann das Programm an der Euro Akademie Berlin am Montag, den 18. Mai mit der Teilnahme am Englischunterricht der angehenden Fremdsprachenkorrespondent*innen – die kleinen, von unserem Erasmus-Beauftragten Matthew Ferguson vorbereiteten Konversationsübungen eigneten sich hervorragend als schnelle „Eisbrecher“ zwischen den Anwesenden, die sich größtenteils wenige Minuten zuvor erstmals begegnet waren. Am Nachmittag folgte ein erster gemeinsamer Ausflug ins Stadtzentrum, wo touristische Hotspots wie die Straße Unter den Linden, der Potsdamer Platz und das Brandenburger Tor besichtigt wurden. Am Donnerstag folgte noch eine Führung durch das Reichstagsgebäude, von dessen Dach aus sich der großen gemischten Gruppe ein hervorragender Blick über Mitte und die umliegenden Bezirke bot.
Besuche bei Berliner Kooperationspartnern
Den anderen inhaltlichen Schwerpunkt während ihrem Aufenthalt bildeten für die Niederländer*innen mehrere Besuche von Einrichtungen, in denen die Sozialassistent*innen und Erzieher*innen der Euro Akademie ihre Praktika absolvieren bzw. ihre Brötchen im Rahmen der dualen Ausbildung verdienen. Stationen waren hierbei unter anderem die Waldgrundschule in Hohen Neuendorf, die Kita Waldräuber in Tegel-Süd und das Albert-Schweitzer-Kinderdorf in Heiligensee. Hier fand am Mittwochabend zudem ein großes Barbecue mit selbstgemachten Burgern statt, zu dem sich auch die Bewohner*innen der Jugendhilfeeinrichtung und deren Betreuer*innen dazugesellten. Der Wetterumschwung, der sich im Laufe der Stunden vollzog, tat der ausgelassenen Stimmung keinen Abbruch – die Gruppe wusste sich nach Spielen im weitläufigen Außenbereich beispielsweise bei einer XXL-Runde Darts auch in den Innenräumen prächtig zu amüsieren.
Danke für eine inspirierende Woche
Am heutigen Freitag haben die zehn Amsterdamer*innen ihre Heimreise mit dem Zug angetreten – grüne, sprich umweltfreundliche Mobilität ist ein wichtiges Leitmotiv von Erasmus+. Unsere Auszubildenden, Lehr- und Verwaltungskräfte sowie die besuchten Kooperationspartner der Euro Akademie Berlin bedanken sich vielmals für die schöne gemeinsame Zeit. Voraussichtlich im Herbst wird unsere Berufsschule ihrerseits dann wieder Schüler*innen auf die Bildungsreise gen Westen schicken. Informationen zum Anmelde- und genauen Reisezeitraum werden zeitnah bekanntgegeben.
Text: Maximilian Voigt (Marketingbeauftragter des ESO Bildungsraums Berlin Brandenburg)
Bilder: Matthew Ferguson und Maximilian Voigt