Achtsame Kommunikationsgestaltung: Führungskräftetraining der ESO Education Group in Erfurt
Am 26. und 27. Februar 2026 wurde am Standort der Euro-Schulen und Euro Akademie Erfurt ein kompaktes und zugleich sehr intensives Kommunikationstraining für Führungskräfte der ESO Education Group durchgeführt. Geleitet wurde die Veranstaltung von Kishor Sridhar, bekannt als Coach und Autor zahlreicher Veröffentlichungen. Im Mittelpunkt standen die Prinzipien achtsamer Kommunikation sowie die Frage, wie sich eine bewusst gelebte Teamkultur aktiv gestalten lässt. Ein großes Dankeschön geht an die Kolleg*innen in Erfurt – für die warmherzige Betreuung, die sehr gute Verpflegung und die reibungslose Organisation vor Ort.
Verborgene Motive erkennen und sinnvoll nutzen
Ein zentrales Thema war die Wirkung verdeckter Motive auf menschliches Verhalten. Gemeinsam wurden vier grundlegende Antriebskräfte betrachtet – Ego, Gier, Angst und Bequemlichkeit – und anhand praxisnaher Situationen analysiert. Ziel war es, diese Motive im Berufsalltag schneller zu erkennen und sie konstruktiv in Gespräche und Entscheidungsprozesse einzubeziehen.
Verschiedene Fallbeispiele – vom spontanen Kauf eines Laptops über den Umgang mit Kritik bis hin zu neuen Geschäftsideen oder fehlender Bereitschaft, Wissen weiterzugeben – machten deutlich, wie stark solche Motive Handlungen beeinflussen. Durch die gemeinsame Reflexion wurden typische Kommunikationsmuster sichtbar und neue Handlungsoptionen erarbeitet.
Teamkultur fördern: „Das WIR gewinnt“
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Frage, wie Teams sich selbst optimieren können. Dabei wurde klar: Eine starke Vision kommt vor dem Ziel – ein Gedanke, der unter anderem mithilfe der Geschichte der Marathonpionierin Kathy Switzer verdeutlicht wurde.
Für ein selbstoptimierendes Team wurden drei Rollen herausgearbeitet:
- Ideensammler/in – Impulse setzen und Neues anstoßen
- Anwendungsmanager/in – Ideen in umsetzbare Schritte übertragen
- Schnittstellenkoordinator/in – Abstimmung, Kommunikation und Zusammenhalt sichern
Ergänzend dazu wurden sieben Teamregeln vorgestellt, die eine effizientere und lösungsorientierte Zusammenarbeit unterstützen. Beispiele dafür sind: „Kein Problem ohne Lösung“, „Wir schauen nach vorn und nicht zurück“ sowie die „4-Wochen-Regel“ für konsequente Umsetzung.
Konflikte lösungsorientiert und wertschätzend bearbeiten
Besonders praxisnah wurde es beim Training zum Umgang mit Widerständen in Gesprächen. Die Teilnehmenden übten, Kritik wertschätzend anzunehmen, Einwände besser zu verstehen und die dahinterliegenden Motive herauszuarbeiten. Gezeigt wurde außerdem, wie sich Konflikte durch gezielte Fragen, soziale Verstärkung und das Aufteilen großer Aufgaben in kleine Schritte entschärfen und in tragfähige Lösungen überführen lassen.
Austausch und Vernetzung als Erfolgsfaktor
Neben den fachlichen Impulsen trugen auch das gemeinsame Abendessen und viele persönliche Gespräche zum Gelingen der zwei Tage bei. Der Austausch bot Raum, Erfahrungen zu teilen und die standortübergreifende Vernetzung weiter zu stärken.
Fortsetzung im März
Sehr positiv aufgenommen wurde schließlich das Angebot von Kishor Sridhar, am 20. März einen zusätzlichen Online-Termin anzubieten. Dort sollen erste Umsetzungserfahrungen gemeinsam reflektiert und offene Fragen geklärt werden – ein Angebot, das alle Teilnehmenden dankbar angenommen haben.
Bilder: ESO Education Group