Alumni im Gespräch: Interview mit Lisa Heyde
Lisa Heyde ist Absolventin der Euro Akademie Hohenstein-Ernstthal. Erfahrt im Interview unter anderem, wie ihre Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin sie auf ihren jetzigen Beruf vorbereitet hat, und wie ihr Karriereweg nach dem erfolgreichen Abschluss aussah. Viel Spaß beim Lesen!
I. Einstieg & Werdegang
1. Könntest du dich bitte kurz vorstellen?
„Hallo, mein Name ist Lisa Heyde. Ich habe 2023 im Juli meine Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin an der Euro Akademie Hohenstein-Ernstthal erfolgreich abgeschlossen.”
2. Was hat dich damals dazu bewogen, an der Euro Akademie deine Ausbildung zu absolvieren?
„Da meine Tante ihre Ausbildung dort gemacht hatte, sind wir auf die Euro Akademie aufmerksam geworden. Sie hat uns die Einrichtung in Hohenstein-Ernstthal empfohlen, und daraufhin haben wir beschlossen, ebenfalls dorthin zu gehen. Schließlich habe ich die Ausbildung gemeinsam mit meiner Mutter dort absolviert.“
3. Wie sah dein Karriereweg nach dem erfolgreichen Abschluss aus? Welche Stationen hast du durchlaufen?
„Ich habe mich damals bei zahlreichen Kitas beworben und entsprechend viele Bewerbungen verschickt. Am Ende erhielt ich drei Zusagen: eine Stelle im Hort, eine in einer Kita und eine an einer Förderschule. Letztlich habe ich mich für die Förderschule entschieden, und heute arbeite ich an der Albert-Schweitzer-Förderschule in Freiberg.“
II. Studium & Einfluss auf den Karriereweg
4. Inwiefern hat deine Ausbildung dich auf deinen jetzigen Beruf vorbereitet?
„Die Praktika waren sehr hilfreich, und auch das vermittelte theoretische Wissen ließ sich gut in der Praxis anwenden. Dennoch lernt man viele Dinge letztlich erst im Berufsalltag.“
5. Gab es bestimmte Kurse, Projekte oder Lehrkräfte, die dich besonders geprägt haben?
„Ja, es gab auf jeden Fall prägende Lehrkräfte – beispielsweise Herr Bergelt und Frau Seifert. Sie waren authentisch, loyal und humorvoll. Dadurch war der Lerneffekt deutlich größer, und der Unterricht hat mehr Spaß gemacht.“
6. Hattest du während deiner Ausbildung ein klares Berufsziel oder hat sich dieses erst später entwickelt?
„Ich wollte schon immer Erzieherin werden, allerdings haben mich viele Bereiche interessiert. Sowohl die Pflege als auch die Arbeit mit Menschen mit Behinderung haben mir gefallen. Heute arbeite ich im Bereich der geistigen und körperlichen Beeinträchtigung, was genau meinen Vorstellungen entspricht. Ich wollte von Anfang an mit beeinträchtigten Kindern, Jugendlichen oder auch Erwachsenen tätig sein.“
III. Herausforderungen & Erfolge
7. Was waren die größten Herausforderungen auf deinem Karriereweg und wie hast du diese gemeistert?
„Die größte Herausforderung war für mich, den Abschluss erfolgreich zu bestehen. Das letzte halbe Jahr war besonders intensiv: Facharbeit, schriftliche Prüfungen und die praktische Prüfung mussten parallel bewältigt werden. Diese Zeit war sehr anstrengend – ich habe mich teilweise kaum noch wie ein Mensch gefühlt (lacht). Gemeistert habe ich das, indem ich durchgehalten und meinen Alltag klar strukturiert habe. So konnte ich die einzelnen Aufgaben Schritt für Schritt abarbeiten. Rückblickend bin ich dadurch deutlich strukturierter und auch disziplinierter geworden.“
8. Gibt es ein besonderes Erfolgserlebnis oder einen Meilenstein, auf den du besonders stolz bist?
„Ein ganz besonderes Erlebnis war, dass ich die Ausbildung gemeinsam mit meiner Mutter gemacht habe. Diese Zeit war unglaublich wertvoll für uns, weil wir so viel Zeit miteinander verbringen konnten. Sie hat uns sehr zusammengeschweißt und bleibt für mich eine besonders schöne Erinnerung.“
IV. Rückblick & Tipps für Studierende
9. Welche Tipps hast du für aktuelle Studierende und junge Absolvent*innen, die eine ähnliche Karriere anstreben?
„Überlegt euch gut, ob ihr diese Ausbildung wirklich machen möchtet. Oft absolviert man vorher noch die Ausbildung zur Sozialassistentin bzw. zum Sozialassistenten – insgesamt habe ich fünf Jahre gelernt. Nutzt unbedingt Praktika, um frühzeitig herauszufinden, ob euch die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen liegt, idealerweise noch vor Beginn der Ausbildung. Dieser Beruf erfordert viel Herzblut, und nicht jede*r ist für die Arbeit im sozialen Bereich geeignet.“
Das Interview führte: Jill Semidei
Foto: Lisa Heyde