Eine Person mit langem, braunem Haar und einem blauen Rucksack mit braunen Lederakzenten steht mit dem Rücken zur Kamera. Die Person blickt auf das Brandenburger Tor in Berlin. Das Brandenburger Tor ist ein klassizistisches Bauwerk mit Säulen und einer Quadriga (ein von vier Pferden gezogener Wagen) auf der Spitze. Der Himmel ist leicht bewölkt und hell.

Ein Hauptstadt-Besuch, der sich gelohnt hat

27. Januar 2026

Der folgende Text ist ein Reisebericht zweier Studentinnen der Euro Akademie Bamberg, die im Dezember Berlin besuchten. Im Rahmen eines selbst organisierten Bildungsausflugs führten sie eine englischsprachige Freundin durch die Hauptstadt und begleiteten sie in ihrer Rolle als Dolmetscherinnen durch kulturelle, historische und politische Stationen der Stadt.
 

Mitte Oktober beschlossen wir - Alina Dalga und Laura Kuhn aus der FAK 3 - einen Bildungsausflug in die deutsche Hauptstadt zu organisieren. Mit dabei war eine gemeinsame Freundin aus dem Vereinigten Königreich, die sich sehr für die deutsche Sprache und Kultur interessiert. Ziel des „Projekts“ war der kulturelle und sprachliche Austausch und vor Ort als Dolmetscherin und Übersetzerin zu fungieren. Nach sorgfältiger Planung und Absprache mit der Schulleitung begann der Ausflug nach Berlin am 13. Dezember 2025.
Aufgrund politischer Ereignisse - darunter das Eintreffen wichtiger US-Abgesandter und den bevorstehenden Verhandlungen zwischen den USA und der Ukraine - verlief der Ausflug nicht ganz nach Plan, dazu später mehr.

TAG 1
Nachdem wir in Berlin ankamen und uns mit unserer Freundin Alyssa trafen, begaben wir uns zum ersten Punkt auf unserer Liste, dem gut besuchten Weihnachtsmarkt am Alexanderplatz. Von dort aus gingen wir am Roten Rathaus vorbei und begaben uns in das historische Nikolaiviertel, um dort im Museum „Ephraim Palais“ die interaktive Dauerausstellung „Berlin Zeit“ zu erleben.
Die Ausstellung brachte uns Berlin in einer Art Zeitreise durch verschiedene Zeitalter näher. Der Fokus lag vor allem auf der Geschichte Berlins seit Anfang des 20. Jahrhunderts. Mit dem kostenfreien Audio-Guide und großem Interesse verbrachten wir hier mehrere Stunden bis zum Abend und konnten die deutsche Geschichte mit mehreren Sinnen wie Geruchs- und Tastsinn hautnah erleben. Mit gutem Essen auf dem Weihnachtsmarkt ließen wir den Tag entspannt ausklingen.

TAG 2
Früh am Morgen machten wir uns auf den Weg zum Reichstagsgebäude, wobei wir einen kleinen Umweg gehen mussten, da die U-Bahn-Station „Bundestag“ als Teil der Sicherheitsmaßnahmen für die kommenden Verhandlungen zwischen US-Abgesandten und dem Präsidenten der Ukraine abgesperrt war. Am Sitz des deutschen Parlaments angekommen, meldeten wir uns für den Kuppelbesuch am Abend an. 
Zum nächsten Programmpunkt begaben wir uns zu Fuß. Beim Brandenburger Tor angekommen, sahen wir auch einige amerikanische Offiziere, die wahrscheinlich bei der amerikanischen Botschaft angestellt sind. Den Platz vor dem Brandenburger Tor schmückten vorweihnachtlich ein großer Chanukkaleuchter und ein beeindruckender Weihnachtsbaum.
Vom Brandenburger Tor ging es dann zum Denkmal der ermordeten Juden Europas und der dazugehörigen Gedenkausstellung. Die bedrückende Atmosphäre, die man inmitten der Betonstelen spürt, hat uns auch noch einige Zeit nach unserem Besuch, vor allem in Bezug auf das aktuelle Zeitgeschehen, beschäftigt. 
Bei der Erkundung der Berliner Innenstadt stießen wir auf den ehemaligen Verlauf der Berliner Mauer. Einige Stücke der ursprünglichen Mauer zeigen mit Tafeln die Geschichte hinter der Trennung von Ost und West.
Am frühen Abend kehrten wir dann zum Reichstagsgebäude für die Kuppelbesichtigung zurück. Im Inneren der Kuppel konnte man dank Infotafeln die Geschichte des Gebäudes und der verschiedenen Regierungen nachverfolgen. Der Ausblick über die Hauptstadt war selbst im Dunkeln beeindruckend, und wir verbrachten einige Zeit dort, bevor wir die Heimreise antreten mussten.
Aufgrund der Verzögerungen und Absperrungen, unter anderem im öffentlichen Nahverkehr, mussten wir leider auf das DDR-Museum und den Checkpoint Charlie verzichten.

FAZIT
Durch den interkulturellen Austausch mit unserer Freundin haben wir viel gelernt, nicht nur über Deutschland, sondern auch, wie andere Kulturen unsere Geschichte und unser Land wahrnehmen.
Berlin ist eine Stadt voller Kultur, Geschichte und in Deutschland wohl mit einer einzigartigen Vielfalt. Auch heute, 35 Jahre nach der Wiedervereinigung, kann man die Trennung von Ost und West immer noch sehen und spüren. Das zeigt, wie sehr die damaligen Ereignisse uns heute noch beeinflussen.
Man nahm sich die Aufgabe, die dunkleren Kapitel unserer Geschichte aufzuarbeiten, zu Herzen. Ein Besuch dieser Stadt ist für jeden empfehlenswert, der Deutschland sein Zuhause nennt oder an der besonderen Geschichte dieses Landes interessiert ist. Sie zeigt, dass man aus den Handlungen und Erfahrungen derer, die vor uns kamen, lernen muss.

Text: Alina Dalga und Laura Kuhn
Foto: Shutterstock/franz12

Geschlechtergerechtigkeit gehört zu den Grundsätzen unseres Unternehmens. Sprachliche Gleichbehandlung ist dabei ein wesentliches Merkmal. Für den diskriminierungsfreien Sprachgebrauch verwenden wir in Texten den Gender Star bei allen personenbezogenen Bezeichnungen, um alle Geschlechter und Geschlechtsidentitäten einzuschließen. Versehentliche Abweichungen enthalten keine Diskriminierungsabsicht.
Eine Person mit langem, braunem Haar und einem blauen Rucksack mit braunen Lederakzenten steht mit dem Rücken zur Kamera. Die Person blickt auf das Brandenburger Tor in Berlin. Das Brandenburger Tor ist ein klassizistisches Bauwerk mit Säulen und einer Quadriga (ein von vier Pferden gezogener Wagen) auf der Spitze. Der Himmel ist leicht bewölkt und hell.