Politiker besuchen die Euro Akademie Tauberbischofsheim
Am Montag, den 19. Februar 2026, begrüßte die Euro Akademie Tauberbischofsheim die Politiker Gerd Bayer (Bündnis 90/DIE GRÜNEN) und Mirwais Wafa (FDP).
Anlass des Besuches
Die Euro Akademie Tauberbischofsheim ist Mitglied im VDP (Verband Deutscher Privatschulen, Landesverband Baden-Württemberg e. V.). Der VDP wiederum ist Mitglied in der AGFS, der Arbeitsgemeinschaft freier Schulen. Diese führt jedes Jahr einen Aktionstag durch, den sogenannten „Tag der Freien Schulen“, an dem Politiker*innen in die Schulen eingeladen werden.
Unter dem Motto „Bildung braucht Räume – Faire Finanzierung für Schulbau und Sanierung“ wollen sich Privatschulen zeigen und positionieren. Zudem soll das Interesse der Schülerinnen und Schüler für politische Zusammenhänge geweckt werden. Nachdem vor zwei Jahren Prof. Reinhart, Landtagsabgeordneter der CDU im baden-württembergischen Landtag, die Euro Akademie besucht hatte, wurden dieses Jahr Kandidierende anderer Parteien an die Schule eingeladen.
Spezielles Redeformat
Die Auszubildenden hatten Fragen vorbereitet, zu denen die beiden Gäste Stellung beziehen und sich positionieren sollten. Damit das Ganze nicht in einen Wahlkampf ausartet, wurden die beiden Politiker per eingeblendetem Timer und einem sanften Klingelton charmant, aber bestimmt an die vorgegebene Redezeit erinnert.
Engagierte Diskussion
Bei Fragen nach dem Ausbau erneuerbarer Energien oder nach der Unterstützung und Förderung pädagogischer Berufe sowie der Bildung wurde zwischen den beiden Politikern, aber auch in der gesamten Runde mit den Schüler*innen engagiert diskutiert. Zwischendurch und zur Auflockerung durften die beiden Fragen nach persönlichen Einstellungen und Vorlieben beantworten.
Herausforderungen der Privatschulen
In seinen Schlussworten wies Schulleiter Michael Schlor auf die Herausforderungen einer Privatschule hin, vor allem im Bereich der Genehmigung der Lehrkräfte durch das Regierungspräsidium. Die Hürden für die Einstellung von geeigneten und hoch qualifizierten Quereinsteiger*innen sind teilweise so hoch und oft nicht nachvollziehbar, sodass dies unter Umständen zur Existenzfrage für kleine Schulen werden könne. Herr Schlor appellierte an beide politischen Gäste, in ihrer Arbeit und ihrem Einsatz für Reformen in der Bildung die freien Schulen „mitzudenken“.
Wählen ist wichtig
Für die Auszubildenden war es interessant, beide Gäste als jeweils eigenständige Personen mit unterschiedlichem Temperament und unterschiedlichen Positionen, aber auch mit vielen Gemeinsamkeiten zu erleben. Auch die Erkenntnis, dass politisch tätige Menschen nicht auf alles eine Antwort haben und im privaten Bereich mit ähnlichen Themen und Fragen konfrontiert sind wie die angehenden Erzieher*innen, war wichtig. „Ich glaube, es ist doch sinnvoll, bei den kommenden Landtagswahlen in BW wählen zu gehen“, resümierte eine Schülerin.
Beitragsbilder: Euro Akademie