Eine Hand hält ein kleines Einmachglas mit zwei Bildern von Bienen. Im Hintergrund sind weiße Zelte und Bäume zu sehen.

Von verhaltener Erwartung zu echter Begeisterung: Unser Tag auf der Explore Science in Magdeburg

5. Oktober 2026

Die angehenden Erzieher*innen der Klasse EZ26 Euro Akademie Dessau berichten hier von ihrem Besuch auf der Mitmach-Messe „Explore Science“ in Magdeburg.

Als wir uns am 25. September 2026 gemeinsam auf den Weg nach Magdeburg machten, wussten wir noch nicht so recht, was uns erwarten würde. Mit eher verhaltenen Erwartungen und noch überschaubarem Elan liefen wir hinter unseren Lehrkräften her zur Explore Science. Doch was als ruhiger Ausflug begann, entwickelte sich im Handumdrehen zu einem Tag, der uns nachhaltig begeistert hat.

Wissenschaft zum Anfassen

Dort angekommen, waren wir extrem positiv überrascht. Schon die allererste Station holte uns persönlich so ab, dass unsere anfängliche Zurückhaltung auf einen Schlag verflog und wir uns richtig auf all die anderen spannenden Themen freuten. Alleine das Ausprobieren machte unglaublichen Spaß und das Beste daran war, dass man seine selbst erstellten oder gestalteten Objekte am Ende sogar mitnehmen durfte.

Echte Wissenschaft zum Anfassen eben. Wir waren schon lange nicht mehr so begeistert von einer Messe wie an diesem Tag. Besonders das viele praktische Arbeiten an den verschiedenen Stationen hat sich für uns als nachhaltig und sehr spannend erwiesen. Durch das eigene Ausprobieren und Experimentieren wurden selbst komplexe physikalische und biologische Themen wie etwa die Lichtbrechung oder ansonsten komplizierte Energieprozesse auf einmal greifbar und leicht verständlich.

Geteilte Faszination

Auch das Miteinander in unserer Kleingruppe haben wir als total schön empfunden. So konnten wir uns gegenseitig noch einmal aus einem ganz neuen Blickwinkel kennenlernen. Jeder hatte seine eigenen Interessen, für die er oder sie sich total begeistern konnte und genau diese Faszination steckte uns alle gegenseitig an. Die Begeisterung schlug in der Gruppe regelrecht Wellen. Wir hörten an jeder Station aufmerksam zu und machten motiviert mit.

Im Folgenden wollen wir euch einen kleinen Überblick zu einigen Stationen der Explore Science in diesem Jahr geben. Auf dem Gelände gab es eine enorme Vielfalt an naturwissenschaftlichen und technischen Angeboten, von denen wir in den paar Stunden gar nicht alle schaffen konnten. Nun folgt eine Übersicht über das, was an den verschiedenen Stationen präsentiert und ausprobiert werden konnte.

Station 27: Biodiversität (Firma Bee Friendly)

Diese Station widmete sich voll und ganz dem Artenschutz und der Bienenförderung durch das Anlegen von Saat-Streuwiesen und stellte für uns ein ganz besonderes Highlight dar.

An dieser Station wurden das Konzept der Artenvielfalt und die Bedeutung von Wildblumen als Nahrungsgrundlage für Bestäuber wie Bienen, Hummeln und Schmetterlinge anschaulich dargestellt. Neben vielen anderen tollen Inhalten wurde der Insector präsentiert, das ist ein automatisiertes, nichtinvasives Insekten-Monitoringsystem, welches mittels Fotofalle und Künstlicher Intelligenz Insektenvielfalt vor Ort erfasst, auswertet und auf einem Dashboard anzeigt.

Neben dieser faszinierenden Technik gab es eine Mitmachaktion: den Bau eigener Wildblumen-Saatstreuer aus Einmachgläsern. Mit Hammer, Nagel und Kastanienbohrer wurden Löcher in den Metalldeckel gearbeitet, um physikalisch-technische Zusammenhänge von Korngröße und Dosierung zu verstehen. Zudem wurden die Gläser mit Serviettenkleber kreativ gestaltet.

Station 20: Astronomische Gesellschaft Magdeburg e.V.

Ein weiteres absolutes Highlight war die Astronomie-Station, an der historische und moderne Erkenntnisse aus der Weltraumforschung vorgestellt wurden.

Vor Ort konnte ein Refraktor (Linsenteleskop) ausprobiert werden, bei dem anschaulich gezeigt wurde, wie das Bild im Fokus gekreuzt wird und auf dem Kopf steht. Dies durften wir selbst testen und bei Interesse sogar beide Linsen mitnehmen, um das Phänomen weiter zu erforschen. Ein unvergleichliches Erlebnis war die Möglichkeit, die Sonne live durch ein Teleskop zu beobachten. Neben diesem faszinierenden Spektakel konnten wir mittels einer drehbaren Sternkarte durch Einstellung von Datum und Uhrzeit den aktuellen Sternenhimmel simulieren. Hierbei konnten wir der Sternenkarte entnehmen, welche Sternbilder zu welcher Uhrzeit am Himmel mit einem Fernrohr oder dem bloßen Auge sichtbar sind. Diese Station hat uns ein grundlegendes Verständnis für die Erdrotation und den Umlauf um die Sonne vermittelt.

Station 2: Licht, Spiegel und Plasma (phaeno Forscher Lounge)

Das Science Center Phaeno präsentiert Phänomene aus der physikalischen Optik an interaktiven Experimentierstationen.

Hierbei wurde über eine Guckloch-Scheibe mit Gitterfolie demonstriert, wie sichtbares „weißes“ Licht gebrochen und in seine einzelnen Regenbogenfarben zerlegt wird. Beim Bau eines Kaleidoskops wurde das Gesetz der Mehrfachspiegelung durch drei im gleichseitigen Dreieck angeordnete Spiegelflächen genutzt. Mit Papprollen, Acryl-Behältern und bunter Pappe entstanden schrittweise funktionstüchtige optische Spielzeuge, was uns im Entstehungsprozess wie kleine Kinder hat fühlen lassen. Es war eine sehr spaßige und tolle Station.

Station 24: Biotechnologie und Energiewandlung (Max-Planck-Institut Magdeburg)

Das Max-Planck-Institut bot praktische Einblicke in biotechnologische Arbeitsprozesse und die Forschung zur Energiewende. Man konnte mikroskopieren und dabei tierische sowie pflanzliche Zellen und Mikroorganismen betrachten. Zudem gab es Versuche zur Hefezell-Fütterung mit Zucker und den Einsatz von Labor-Präzisionspipetten.

Des Weiteren wurde an dieser Station anhand eines Energie-Puzzles mit Fakten, Zahlen und Symbolen zu Sonne, Wind, Wasser und Batterie Wissen zur regionalen und nationalen Stromerzeugung spielerisch abgefragt und vertieft.

Unser Fazit

Der Ausflug zur Explore Science hat uns gezeigt, wie lebendig und mitreißend die Wissenschaft aufbereitet werden kann. Insbesondere das eigenständige praktische Arbeiten, ob beim Bauen, Experimentieren oder bei den astronomischen Beobachtungen, hat diesen Tag für uns nachhaltig positiv geprägt. Vieles, was dort vorgestellt und erprobt wurde, können wir zudem als wunderbare Inspiration für unsere eigenen zukünftigen Praktika und Angebote nutzen.

Obwohl die Zeit nicht für alle Stationen gereicht hat, sind wir mit vielen neuen Ideen, Eindrücken, selbstgebastelten Exponaten und der Erinnerung an ein richtig tolles Gruppenerlebnis nach Dessau zurückgefahren.
 

Text: Lucy und Kim aus der EZ 26 (Erzieher*innen)
Fotos: Euro Akademie Dessau

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