In der Bewerbung mit professionellem Bild überzeugen

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Ihre Bewerbungsmappe liegt bei Ihrem Traumarbeitgeber auf dem Tisch. Ganz oben auf einem großen Stapel. Damit Ihr Bewerbungsfoto dem Personaler gleich positiv auffällt, gibt es einige Dinge zu beachten.

Ein kleines Passbild in der oberen rechten Ecke im Lebenslauf ist zwar keine Katastrophe, wirkt aber auch nicht unbedingt kreativ und selbstbewusst. Experten empfehlen heute etwas großformatigere Bilder. Eine schöne Variante, sich bildlich in einem größeren Format darzustellen, ist ein gestaltetes Deckblatt mit den wichtigsten persönlichen Daten.

 

10 Tipps für überzeugende Bewerbungsfotos

  • Beauftragen Sie für Bewerbungsfotos am besten einen professionellen Fotografen, er weiß am besten, worauf es bei einem Bewerbungsfoto ankommt.
  • Das Foto sollte zum Unternehmen, bei dem Sie sich bewerben, passen. Von einem Bewerber in der Finanzwelt erwartet man ein anderes Erscheinungsbild als von einem Modedesigner oder einem Altenpfleger.
  • 6 x 4 oder 9 x 6 Zentimeter sind die gängigen Maße für Bewerbungsbilder. Hochformat ist die Regel, Querformat bei Bewerbungsfotos eine Ausnahme, die in kreativen Branchen interessant sein kann. Auch ein oben angeschnittener Kopf liegt heute im Trend.
  • Ruhige Hintergründe und gute Lichtverhältnisse lassen Ihre Person besser zur Geltung kommen.
  • Bitte kein Ganzkörperfoto – außer Sie bewerben sich als Sportlehrer und möchten Ihren durchtrainierten Körper zeigen.
  • Ein freundliches Lächeln wirkt auf den Betrachter sympathisch und signalisiert Offenheit – die ist für eine neue Herausforderung ziemlich wichtig.
  • Suchen Sie den Blickkontakt zu dem Betrachter des Bildes.
  • Versuchen Sie möglichst unverkrampft zu bleiben und eine aufrechte, leicht zur Kamera geneigte Haltung einzunehmen.
  • Kleinere Retuschearbeiten sind erlaubt – bitte aber das Bild nicht bis zur Unkenntlichkeit bearbeiten. Der Personaler sollte Sie im Vorstellungsgespräch schon wiedererkennen.
  • Selbstverständlich sollte die Qualität des Bildes stimmen – ein verschwommenes Foto hinterlässt einen nachlässigen Eindruck.

Wie erkenne ich einen kompetenten Fotografen?

  • Er sollte Erfahrungen mit Bewerbungsfotos haben und Ihnen eine Auswahl bereits angefertigter Aufnahmen zeigen können. Beim Ansehen der Fotos bekommen Sie gleich einen Eindruck vom Stil des Fotografen.
  • Ein guter Fotograf fragt, auf welche Art von Stelle Sie sich bewerben und in welcher Branche Sie arbeiten. So weiß er sofort, ob das Bild eher ausgefallen oder konservativ sein soll.
  • Auch Kleidung, Frisur und gegebenenfalls Make-up besprechen Sie mit dem Fotografen vorab.
  • Der Fotograf plant genügend Zeit für den Termin ein – innerhalb von fünf Minuten kommt kein professionelles Bild zustande.

Ein gelungenes Bewerbungsfoto bringt im besten Fall Ihre Persönlichkeit und Ausstrahlung zum Ausdruck. Verstellen sollten Sie sich für das Foto nicht – Ihre wahre Natur kommt spätestens im Vorstellungsgespräch zum Vorschein. Es geht auch nicht darum, möglichst perfekt auszusehen, sondern einen sympathischen, offenen und zum Unternehmen passenden Eindruck zu hinterlassen.

Lassen Sie sich von dem Fotografen unbedingt eine CD mit den Bewerbungsbildern anfertigen. Immer mehr Unternehmen bevorzugen Online-Bewerbungen.

Ist ein Bewerbungsfoto Pflicht?

Fotos sind keine Pflicht in einer Bewerbung, spätestens seit das Allgemeine Gleichstellungsgesetz 2006 eingeführt wurde. Sinn und Zweck des Gesetzes ist es, die Diskriminierung aufgrund von Aussehen, Handicaps, Alter oder Herkunft zu vermeiden.

Empfehlenswert bleibt ein Bewerbungsfoto trotzdem. Rund 80 Prozent der Personaler in Deutschland möchten sich schon mit dem Eingang der schriftlichen Bewerbung ein erstes Bild von Ihnen machen. In anderen westlichen Ländern ist das Foto in der Bewerbung nicht mehr so häufig zu finden und wird dort auch nicht mehr erwartet.

Fazit: Ein sympathisches Foto ersetzt nicht Ihre Qualifikationen und Kompetenzen, ist aber ein emotionaler Faktor, der Ihnen die Tür zum Vorstellungsgespräch weiter öffnen kann.

 

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Tanja Höfling

Seit Juli 2017 informiert die Online-Redakteurin des Euro Akademie Magazins regelmäßig über Aktuelles und Wissenswertes zu den Themen Ausbildung, Studium und Beruf.


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