David Bowie und das andere Ufer – Exkursion in die diversCITY

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Diversität wird in Berlin gelebt. Deswegen sind Offenheit, eine demokratische Haltung und bewusstes, inklusives Handeln für unsere angehenden pädagogischen Fachkräfte essenzielle Themen. Aber wie können wir demokratische Werte am besten vermitteln? Wie kommen wir mit Kindern und Jugendlichen über Vielfalt und Gleichberechtigung ins Gespräch?

Im queeren Szene-Bezirk Schöneberg lädt das Jugend Museum dazu ein, die Vielfalt des innerstädtischen Sozialraumes zu erkunden, wertzuschätzen und sich selbst als Teil davon zu verstehen. Das Modellprojekt „All Included“, das 2017 mit dem BKM-Preis Kulturelle Bildung von der Bundesregierung ausgezeichnet wurde, sensibilisiert Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf kreative und spielerische Weise für die verschiedenen Aspekte von Diversität.

diversCITY – Mitmachen erwünscht

diversCITY entdecken

Wer die Ausstellung „diversCITY“ besucht, kann selbst ausprobieren und aktiv mitgestalten. Dadurch wird der gesellschaftliche Diskurs in den Räumen des Museums direkt erfahrbar und der Gegenstand der Ausstellung lebendig und persönlich – nicht nur bei Exponaten zu aktuellen Geschichten und Materialien, sondern auch in Bezug auf die bewegende queere Vergangenheit Schönebergs.

80 queere Orte und ihre Geschichte

Mehrere Klassen der Fachschule für Sozialpädagogik der Euro Akademie Berlin nahmen in der vergangenen Woche an einem Workshop des Jugend Museums teil, das sie zunächst einlud, sich in die Rolle der Jugendlichen hinein zu versetzen und die Ausstellung frei zu erforschen.

Das Modell des Kiezes, mit rund 80 queeren Orten, übte eine besondere Faszination aus, denn neben den vielen berühmten Stätten entdeckten einige Studierende ihnen bis dahin noch völlig unbekannte Locations und Geschichten.

Was ist der Unterschied zwischen gleich und gerecht?

Was ist der Unterschied zwischen gleich ung gerecht?
Gleich oder gerecht?

Eine Museums-Rallye regte an, sich gezielt mit bestimmten Fragestellungen zu beschäftigen und darüber miteinander ins Gespräch zu kommen, wie zum Beispiel: Was ist der Unterschied zwischen gleich und gerecht? Und was haben die drei unterschiedlich großen Spielfiguren und die drei Bauklötzchen damit zu tun? Die Visualisierungen des Museums sind so treffend und einleuchtend, dass die Antworten fast wie selbstverständlich wirken.

Ein tolles Vorbild, wie wir unseren pädagogischen Auftrag aus dem Berliner Rahmenlehrplan für Erzieher*innen im Lernfeld 3 „Lebenswelten und Diversität wahrnehmen, verstehen und Inklusion fördern“ umsetzen können.

Nach Gesprächen über neue Erkenntnisse und Reflexion über die eigene Perspektive konnten sich die Studierenden mit den Museumspädagog*innen des Jugend Museums über zielgruppenorientierte Didaktik, pädagogische Vermittlungsmethoden und konkrete Erfahrungen mit Kindern und Jugendlichen austauschen und schließlich noch Lehr- und Spielmaterialien für die eigene Praxis mitnehmen.

Wir bedanken uns beim Jugend Museum Schöneberg für diesen tollen Workshop!

Text: Moritz Steiauf, Dozent der Fachschule für Sozialpädagogik an der Euro Akademie Berlin

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