Steigende Durchfallquoten: Was tun, wenn es mit dem Abi nicht klappt?

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Während die Zahl der Abiturienten steigt, die an ihrem Einserschnitt feilen, fallen auf der anderen Seite mehr Schüler durchs Abi. Woher kommt dieser Graben unter den Oberstufenschülern? Und was ist zu tun, wenn das mit dem Abitur nicht klappt?

So war das alles nicht geplant. Das Abitur war doch schon in greifbarer Nähe – und dann hat’s doch nicht gereicht. Sie sind durchgefallen. Das ist erstmal ein Schock, keine Frage. Ein Grund den Kopf in den Sand zu stecken, ist das aber nicht.

In den letzten Jahren ist die Durchfallquote beim Abi im Bundesdurchschnitt laut Medienberichten ständig gestiegen. Während sie 2009 bei 2,34 Prozent lag, hatten 2017 ganze 3,78 Prozent das Abitur nicht bestanden.

2009 besonders gute Abiturienten – kein Grund zur Panik

Wir haben mal genauer hingeschaut: Laut Statistik der Kultusministerkonferenz lag die Durchfallquote 2006 schon einmal bei 3,59 Prozent – 2009 war einfach ein sehr guter Abiturjahrgang. In allen anderen Jahren zwischen 2006 und 2017 waren immer etwas über 3 Prozent der Oberstufenschüler gescheitert. Also keine Panik, vielleicht laufen die Prüfungen in diesem Jahr wieder mal besonders gut.

Stoff oft wiederholen – das beste Mittel gegen Blackout

In erster Linie gilt: Ruhe bewahren – was soll Ihnen im schlimmsten Fall passieren? In Prüfungssituationen ist das natürlich nicht einfach. Gerade in Fächern, die uns nicht liegen, sind wir besonders nervös. Dann ist eine sehr gute Vorbereitung, die auf ständigem Wiederholen des Stoffes basiert, echt wichtig. Der gefürchtete Blackout ist dann nämlich weit weniger wahrscheinlich, weil Sie das Wissen verinnerlicht haben und dadurch die Unsicherheit schrumpft.

Was tun, wenn man das Abi doch versemmelt?

Zunächst einmal hat jeder eine zweite Chance verdient. Natürlich kann man die letzte Klasse wiederholen und das Abi ein Jahr später nochmal schreiben. Wenn das für Sie nicht in Frage kommt, ist auch ein Wechsel an eine Fachoberschule möglich. Dort kann man das Fachabi innerhalb von ein bis zwei Jahren in einem bestimmten Schwerpunkt machen, wie zum Beispiel im Sozialwesen oder in Wirtschaft. Die Fachhochschulreife berechtigt dann zum Besuch einer Fachhochschule. An einer Universität kann man sich mit diesem Abschluss aber in der Regel nicht einschreiben. Wenn Sie also beispielsweise Medizin oder Jura studieren wollen, brauchen Sie die allgemeine Hochschulreife.

Je nach Tätigkeitsfeld wird von Arbeitgebern eventuell eine Art des Abschlusses bevorzugt. Während es an der Fachhochschule recht praktisch zugeht, steht in vielen Studiengängen an der Uni eher die Theorie ganz oben.

Eine praktische Alternative: die Ausbildung

Wer erstmal die Nase voll hat von der Schule, kann den Start ins Berufsleben mit einer Ausbildung beginnen. Es gibt unglaublich viele interessante Ausbildungsmöglichkeiten. In manchen Ausbildungsgängen haben Sie sogar die Möglichkeit, direkt im Anschluss einen Bachelor-Abschluss zu machen.

An der Euro Akademie können Sie in vielen Fällen nach dem Abschluss innerhalb von nur 12 Monaten ihren Bachelor of Arts an Partnerhochschulen im Ausland erreichen. Dann schlagen Sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Sie haben eine anerkannte Ausbildung in der Tasche und einen Studienabschluss, auf den Sie immer weiter aufbauen können – bis hin zur Promotion.

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Tanja Höfling

Seit Juli 2017 informiert die Online-Redakteurin des Euro Akademie Magazins regelmäßig über Aktuelles und Wissenswertes zu den Themen Ausbildung, Studium und Beruf.


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