Die Kraft der Komplimente

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Komplimente sind eine wunderbare Sache. Sie versüßen uns den Tag und machen uns glücklich. Ein echtes Kompliment unterscheidet sich von reiner Schmeichelei in den Gefühlen, die es auslöst. Zum Tag der Komplimente am 24. Januar haben wir die Kunst des Komplimente-Machens für Sie einmal unter die Lupe genommen.

Am 24. Januar ist der Tag der Komplimente. Er wurde 1998 von den beiden US-Amerikanerinnen Kathy Chamberlin und Debby Hoffmann ins Leben gerufen. Der perfekte Tag, um mal wieder etwas Positives über seine Mitmenschen zu sagen oder sich zumindest einmal Gedanken darüber zu machen. Damit ein Kompliment ankommt, können Sie nicht mit der Tür ins Haus fallen – der richtige Augenblick und die passende Wortwahl sind ausschlaggebend für eine positive Wirkung.

Dass der Tag der Komplimente amerikanische Wurzeln hat, ist nicht verwunderlich. In den USA wird gerne und viel gelobt – Komplimente sind hier an der Tagesordnung. Die deutsche Kultur sieht zu viel ausgesprochene Anerkennung als Lobhudelei an. Daher ist es auch kulturell abhängig, wie viele Komplimente Sie verteilen können, um nicht unglaubwürdig zu wirken.

Erfolgreicher durch gute Komplimente

Die persönliche Art der Anerkennung ist nicht nur frisch Verliebten vorbehalten. Auch in Langzeitbeziehungen, am Arbeitsplatz oder unter Freunden sind die kleinen verbalen Geschenke eine wahre Frischzellenkur. Echte Komplimente stärken sogar das Selbstwertgefühl.

Psychologen sagen, wer die Kunst des Komplimente-Machens beherrscht, geht erfolgreicher durchs Leben – privat und beruflich. Jemand, der andere in ihrer Person und Leistung anerkennt, wirkt nämlich sympathisch und selbstbewusst. Komplimente stärken Beziehungen und verbessern die Atmosphäre. Das Wichtigste dabei ist: Sie müssen ehrlich gemeint sein und von Herzen kommen. Alles andere wirkt aufgesetzt und hinterlässt ein ungutes Gefühl bei dem vermeintlich „Beschenkten“.

Was macht ein gutes Kompliment aus?

Ein schlechtes Kompliment wird nicht nur als plump, sondern oft sogar als Beleidigung empfunden. Verallgemeinerungen wie „Ihr Frauen könnt eben besonders gut zuhören“, kommen gar nicht gut an, weil sie nicht die Person meinen, sondern alle anderen miteinschließen. Floskeln wie „Du hast aber schöne Augen“ kann niemand mehr hören, weil der Spruch einfach nur einfallslos ist. Vermeiden sollten Sie auch Komplimente, die den Tatsachen gar nicht entsprechen – einer Kollegin, die gerade nicht sonderlich gut gelaunt ist, zu sagen, „du lächelst immer so schön“, wird sehr wahrscheinlich als pure Ironie empfunden werden. Auch die Dosis sollte stimmen – ständige Komplimente können aufdringlich und aufgesetzt wirken.

Die besten Komplimente erfassen die Persönlichkeit des anderen. Echte Anerkennung ist nämlich nie oberflächlich, sondern setzt sich mit der Person auseinander und hebt ihre positive Eigenschaften hervor. Kennen Sie jemanden noch nicht so gut, sollten Sie mit Komplimenten zurückhaltend sein.

Komplimente machen – so geht’s

Schöne Komplimente kommen von Herzen und lassen sich nicht einplanen. Das, was Sie am anderen besonders mögen und schätzen, sollten Sie in einem Gespräch an der richtigen Stelle aussprechen.

Möglichst individuell

Überlegen Sie, was Ihre Freundin, Ihre Traumfrau oder Ihren Kollegen wirklich ausmacht. Besondere Eigenschaften und Interessen eignen sich gut für ein Kompliment. Das zeigt Wohlwollen und Interesse am anderen.

Bitte nicht kitschig werden

Zeigen Sie Ihre Anerkennung oder Bewunderung dezent. Dafür braucht es keine übertriebenen Liebesschwüre oder Sympathiebekundungen. Außer, Ihr Gegenüber mag es auch gerne etwas üppiger.

Zeit und Ort müssen stimmen

Wer nach einem Streit gleich wieder Komplimente verteilt, um die Harmonie wieder herzustellen, hat meistens keine guten Karten. Er wirkt womöglich eher unbeholfen. Geplante Komplimente, die zwanghaft ausgesprochen werden, wirken unecht. Bleiben Sie ganz natürlich – der richtige Zeitpunkt wird schon kommen.

Komplimente bekommen – und annehmen

Ihnen sind Komplimente peinlich? Warum eigentlich? Sie haben doch sicher viele tolle Eigenschaften, die Sie nicht unter den Scheffel stellen müssen. Spielen Sie ein ernst gemeintes Kompliment nicht herunter, sondern bedanken Sie sich höflich dafür – ein „Danke, das freut mich“ löst auch in demjenigen Freude aus, der die Anerkennung ausgesprochen hat. Und was gibt es Schöneres, als Freude weiterzugeben?

Was war das schönste Kompliment, das Sie je bekommen haben? Schreiben Sie uns!

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Tanja Höfling

Seit Juli 2017 informiert die Online-Redakteurin des Euro Akademie Magazins regelmäßig über Aktuelles und Wissenswertes zu den Themen Ausbildung, Studium und Beruf.


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