Heute schon gelacht? Tipps zum besten Gesundheits-Booster

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Hand aufs Herz: Wann haben Sie zum letzten Mal Tränen gelacht, bis die Bauchmuskeln vibrierten? 1, 2 – wenn Sie länger nachdenken müssen, ist das ein untrügliches Zeichen für eine zu lange Lachabstinenz. Kurzes Glucksen und freundliches Lächeln zählen nicht. Wobei sogar ein künstlich herbeigeführtes Lachen und Lächeln Wirkung hat. Warum das so ist und was es in unserem Körper und Geist bewirkt, erfahren Sie, wenn Sie weiterlesen.

„Lachen ist für die Seele dasselbe wie Sauerstoff für die Lungen.“ Louis de Funès

Lachen ist nicht gleich Lachen. Da gibt es das Schluckauf-Lachen, das Ho-ho-ho-Lachen oder das Quietscheentchen-Lachen und vieles mehr. Wussten Sie, dass diejenigen, die am lautesten lachen, auch den höchsten Status in einer Gruppe haben oder dass sich das Lachen eines Bonobo-Babys kaum von einem menschlichen unterscheidet?

Aber warum lachen wir eigentlich?

Weil es uns besser dabei geht und wir Spaß haben, wäre wohl die simpelste Antwort. Dabei ist Lachen auch Kommunikation und diente evolutionär wohl als entwaffnende Maßnahme auf das Gegenüber in kritischen Situationen. So richtig erforscht ist es aber noch nicht, warum der Mensch lacht. Trotzdem sind sich Wissenschaftler*innen einig: Humor und Lachen sind ein wichtiger Teil der Persönlichkeit und eine große Hilfe, um schlechte Erfahrungen und Ängste zu überwinden. Die Ex*innen gehen sogar davon aus, dass es ein Humorzentrum im Gehirn gibt.

Neben dem spontanen Lachen, das entsteht, wenn etwas Unerwartetes passiert oder gesagt wird, gibt es das Lachen, das durch physische Reize wie zum Beispiel beim Kitzeln ausgelöst wird, oder das Scheinlachen aus Verlegenheit heraus. Kinder lachen übrigens im Durchschnitt 400 Mal am Tag, Erwachsene nur etwa 15 Mal. Dabei ist es eine wirkungsvolle Medizin für unseren Körper und unseren Geist – und das ganz ohne negative Nebenwirkungen.

Darum ist Lachen so gesund

Es stärkt unser Immunsystem

Wer lacht, aktiviert nicht nur eine Vielzahl von Muskeln, sondern auch die T-Zellen, die bei Immunabwehr eine große Rolle spielen. Wer öfter lacht, kann also Bakterien und andere Erreger besser in Schach halten und hat größere Chancen, gesund zu bleiben.

Lachen baut Stress ab

Wer aus vollem Herzen lacht, spannt fast alle Muskeln im Körper an. Außerdem werden Glückshormone ausgeschüttet und der Körper fühlt sich anschließend entspannter als vorher – und die Mundwinkel sitzen nach einem gepflegten Lachanfall auch wieder eine Etage höher.

Mundwinkel nach oben, um die Laune zu heben

Sogar ein künstliches Lächeln, wenn einem zunächst gar nicht danach zumute ist, kann etwas Positives bewirken. Denn ein lächelnder Mund sendet automatisch Signale an unser Gehirn, dass wir gut drauf sind. Machen wir das öfter, hat das durchaus langfristig einen positiven Effekt auf unsere Laune.

Schmerzen werden reduziert

Endorphine, die beim Lachen frei werden, erhöhen unsere Schmerztoleranz. Das hält nicht ewig, aber wir sind für einige Zeit entspannter und können so Kraft tanken.

Lachen reduziert das Herzinfarktrisiko

Viele Menschen leiden unter hohem Blutdruck. Den können Sie ganz natürlich durch häufiges Lachen senken, denn es fördert die Durchblutung und senkt sogar das Herzinfarktrisiko.

Sie atmen tiefer durch

Beim Lachen atmen Sie automatisch viel intensiver ein und machen längere Atempausen. Ihre Lungen füllen sich ordentlich mit Luft, der Sauerstoffgehalt in Blut und Gehirn steigt. Die Folge: Sie fühlen sich fitter und wacher als zuvor.

So steigern Sie Ihre Lachfrequenz

Lachyoga – ho ha ha

Beim Lachyoga wird, es wird Sie nicht wundern, viel gelacht. Witze erzählt der*die Yogalehrer*in aber nicht. Sie fangen einfach ohne Grund an zu lächeln, ganz nach der Empfehlung des indischen Arztes Madan Kataria und Begründer des Lachyogas, der sagte: „Wir lachen nicht, weil wir glücklich sind – wir sind glücklich, weil wir lachen!“ Das Ziel dieses Trainings ist die Entwicklung eines freien, unwillkürlichen Lachens, worin Kinder die wahren Meister*innen sind.

Eine Übung beim Lachyoga ist die Ho-ha-ha-Übung. Die Yogis sagen laut „ho ha ha“ und klatschen dabei rhythmisch in die Hände. Durch das Klatschen tritt eine Entspannung ein und der Körper wird aktiviert. Gleichzeitig fördert das „ho ha ha“ den Lachreflex, da sich die Silben selbst wie Lachen anfühlen und anhören. Für Interessierte gibt es weitere Informationen auf der Website des Lachverbandes.

Komödie statt Krimi

Fragen Sie sich abends, bevor Sie Fernseher einschalten oder einen Streamingdienst in Anspruch nehmen, doch immer mal, wie oft Sie an diesem Tag gelacht haben und wie Ihre Laune gerade ist. Bei mittelmäßigem Ergebnis schalten Sie doch besser die Komödie ein und lassen den spannenden aber so gar nicht komischen Krimi sausen. Das ist gut für Herz, Muskeln und Lunge und Sie schlafen ganz sicher besser ein.

Witzetag bei der Arbeit

Führen Sie doch bei der Arbeit einfach einmal in der Woche einen Witzetag ein. In der Pause wird dann nicht über das letzte Projekt geredet, sondern über die besten Witze gelacht. Es gibt bestimmt den einen oder die andere, die sich gerne bereit erklärt, die Lachmuskeln der Kolleg*innen auf Vordermann*frau zu bringen.

An der Euro Akademie bieten wir zwar keine Lachseminare an, allerdings sind Kinder doch immer noch die besten Lachexpert*innen. Mit einer Ausbildung zum*r Erzieher*in haben Sie also immer was zu lachen.

An der Euro Akademie bieten wir zwar keine Lachseminare an, allerdings sind Kinder doch immer noch die besten Lachexpert*innen. Mit einer Ausbildung zum*r Erzieher*in haben Sie also immer was zu lachen.

Bildquelle Beitragsbild: © fizkes /shutterstock.com

Autor

Tanja Höfling

Seit Juli 2017 informiert die Online-Redakteurin des Euro Akademie Magazins regelmäßig über Aktuelles und Wissenswertes zu den Themen Ausbildung, Studium und Beruf.