Linktipp: Hilfsmittel in der Pflege – das sollten Sie wissen

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Im Alter lässt die Beweglichkeit nach, Seh- und Hörvermögen sind oft eingeschränkt und die Kraft ist nicht mehr so groß, wie in jungen Jahren. Hilfsmittel erleichtern Senioren den Alltag in vielen Bereichen. Ziel des Einsatzes ist die Förderung der Selbstständigkeit und die Verbesserung der Lebensqualität der Betroffenen. 

Es gibt zahlreiche Hilfsmittel für Senioren und Pflegebedürftige. Sie erleichtern den Betroffenen die tägliche Körperpflege, sorgen für Sicherheit durch Notrufsysteme, verbessern die Kommunikationsfähigkeit und unterstützen die Mobilität. Auch für Altenpfleger und pflegende Angehörige sind sie eine wertvolle Hilfe.

Was ist ein Hilfsmittel?

Hilfsmittel sind Geräte oder Apparate, die Einschränkungen durch Krankheit oder Pflegebedürftigkeit vermindern sollen. Rund 30.000 unterschiedliche Hilfsmittel beinhalten das Hilfsmittelverzeichnis für gesetzlich Versicherte und der Hilfsmittelkatalog für Privatversicherte. Kosten für Geräte und Apparaturen, die in diesen Verzeichnissen aufgeführt sind, erstatten die Krankenkassen. Häufig eingesetzte Hilfsmittel sind Rollatoren, Rollstühle, Gehstützen, Hörgeräte, Toilettenhilfen und Inhalationsgeräte.

So bekommen Sie das Hilfsmittel, das Sie brauchen

Zunächst stellt der Arzt eine Verordnung aus – die Kosten für das Hilfsmittel werden in der Regel von der Krankenkasse übernommen. Zahlt die Krankenkasse nicht, können Sie einen Zuschuss bei der Pflegekasse beantragen. Dafür muss der Antragsteller allerdings offiziell als „pflegebedürftig“ eingestuft worden sein. Je nach Pflegegrad, haben pflegebedürftige Menschen Anspruch auf Notrufsysteme und Liftlösungen fürs Badezimmer, die eine Pflege zu Hause erleichtern.

Die Einstufung der Pflegebedürftigkeit wird übrigens von der Pflegekasse in Auftrag gegeben. Der medizinische Dienst besucht den Pflegebedürftigen und erstellt daraufhin ein Gutachten, bei dem ausschließlich die Hilfsbedürftigkeit des Betroffenen beurteilt wird. Danach wird der Pflegegrad von der Pflegekasse festgelegt.

Kategorien der Hilfsmittel

  • Gehhilfen und Hebevorrichtungen – für eine bessere Mobilität Mobilität bedeutet Unabhängigkeit. Mit der geeigneten Gehhilfe können Senioren aktiv am Leben teilnehmen.
  • Medizinische Kontrollgeräte – zur Messung der Körperfunktionen Für die Gesundheit eines Diabetikers ist es sehr wichtig, täglich den Blutzucker zu kontrollieren. So kann er seine Essgewohnheiten ständig überprüfen und die Insulingabe unabhängig vom Arzt durchführen. Auch für Menschen mit hohem Blutdruck ist die regelmäßige Kontrolle von großer Bedeutung. Der Betroffene kann bei schlechten Werten sofort reagieren und seinen Arzt aufsuchen. Das kann das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle senken.
  • Sicherheitsgriffe, spezielle Sitze und Lifte – zur Erleichterung der Körperpflege Das Badezimmer ist eine Gefahrenquelle durch nasse Böden und Wände. Durch den Einsatz von Haltegriffen und speziellen Sitzen verringert sich die Unfallgefahr.
  • Sprechhilfen, Sehhilfen und Hörgeräte – für eine verbesserte KommunikationsfähigkeitSehen, Hören und Sprechen – wer am Leben teilhaben möchte, braucht seine Sinnesorgane – für Gespräche, zum Lesen und beim Fernsehschauen.

Wenn Sie noch mehr über Hilfsmittel für Senioren erfahren möchten, finden Sie auf der Internetseite von pflege.de weitere wertvolle Tipps.

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