Linktipp: Was ist MINT plus Kunst? MINKT!

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Kinder sollen schon früh mit Wissen aus den unterschiedlichsten Bereichen in Berührung kommen. Und das nicht etwa theoretisch, sondern ganz praktisch. MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Jetzt kommt ein weiterer Buchstabe dazu: das K für Kunst.

Der Entdeckerdrang und die Neugierde an der Welt sind gerade bei jüngeren Kindern schier unerschöpflich. Sie saugen die Welt um sich herum auf wie ein Schwamm. Eine wichtige Phase in der Entwicklung unseres Gehirns. Kinder haben sehr viele Gehirnzellen zur Verfügung. Durch Erfahrungen und Eindrücke, die Kinder in den ersten Lebensjahren machen, werden Verbindungen der Nervenzellen untereinander (sogenannte Synapsen) gebildet. Sie sind die Basis für die Leistungsfähigkeit des Gehirns.

Vielfältige Erfahrungen plus Geborgenheit – ein Glücksfall fürs Gehirn

Es ist also von großer Bedeutung, dass Kinder ein breites Spektrum von sinnlichen, motorischen und kreativen Erfahrungen machen dürfen. Auch Körperkontakt und Geborgenheit tragen übrigens zu einer ungestörten Gehirnentwicklung bei. Verblüffend: Mit drei Jahren verfügen Kinder über fast doppelt so viele Synapsen wie Erwachsene. Das Besondere dabei: Nur Verbindungen, die aktiv zum Einsatz kommen bleiben bestehen, die restlichen verlieren wir wieder.

Neugierde, Tatendrang und viele Fragen

Kinder wollen „begreifen“ – und sie freuen sich wie Schneekönige, wenn sie etwas „bewegen“ können. Sie lernen über das Spiel, über Experiment und Nachahmung. Dabei empfinden die kleinen Forscher den Vorgang noch nicht als Lernen, sondern haben Freude am Tun und an der Erfahrung, die sie dabei machen. Und die bleibt nachhaltig im Gedächtnis.

Was passiert, wenn …? Warum fällt eine Feder langsamer zu Boden als ein Stein? Wieso werde ich nach außen gedrückt, wenn sich das Karussell schnell dreht? Solche und noch viel mehr Fragen zu Mathematik und Technik bekommen Kinder beispielsweise im „EXPERIMINTA“ in Frankfurt oder im „Mathematikum“ in Gießen beantwortet.

Verstand und Gefühl – für eine ganzheitliche Bildung

Bisher lag bei MINT der Fokus auf rationalem, analytischem Erwerb von Erfahrungen. Mit dem K für Kunst hält nun ein emotionaler und intuitiver Bereich Einzug. MINKT-basierte Bildung soll die Lösung von Herausforderungen mit kreativem und kritischem Denken fördern – kooperativ und mit effektiver Kommunikation.
Während bislang in der Schule meist eine Förderung in eine bestimmte Richtung stattfand – wer kam darauf, ein mathematisch begabtes Kind auch in seinem künstlerischen Schaffen zu unterstützen – werden mit MINKT nun zwei scheinbare Gegensätze zusammengeführt: Kunst und Naturwissenschaft.

Gerade für Erzieher bietet die Verknüpfung der beiden Bereiche interessante und wirkungsvolle Möglichkeiten Kinder ganzheitlich zu fördern. Denn mit Schützlingen im Kindergartenalter hat man die größten Chancen Interessen zu wecken, motorische und kognitive Fähigkeiten auszubilden und die Kreativität der Kinder zu beflügeln.

 

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