Welcher Lerntyp bin ich?

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Jeder lernt anders. Gehören Sie zu den Schnellcheckern, die sich Unterlagen nur einmal anzusehen brauchen, um sie im Gedächtnis zu behalten? Oder probieren Sie lieber etwas aus, statt es nur erklärt zu bekommen? Ihr individueller Lerntyp entscheidet darüber, wie Sie am schnellsten und erfolgreichsten neue Inhalte aufnehmen. Es lohnt sich also zu wissen, wie Sie beim Lernen ticken.

Der Unterricht ist spannend, der Lehrer engagiert – trotzdem vergessen Sie einen Großteil des gehörten Stoffes schon nach wenigen Stunden oder er landet gar nicht erst da, wo er hin soll – im Gehirn. Klar, Interesse ist die beste Voraussetzung für ein nachhaltiges Lernen. Wenn Sie etwas wissen wollen, werden Sie sich Dinge viel besser merken können, als wenn Sie einen Stoff lernen müssen, weil er zum Lehrplan gehört. Entscheidend ist aber auch, welcher Lerntyp Sie sind, denn dann lernen Sie wesentlich schneller und effektiver.

Sehen, hören, sprechen, tun – einfacher lernen mit den passenden Sinnen

Wir alle nutzen unsere Sinne, um etwas Neues zu lernen. Beim Lesen und Anschauen von Bildern ist das Sehen die Hauptaufnahmequelle. Wenn wir etwas ausprobieren, steht das Tun, die Umsetzung mit den Händen im Mittelpunkt. Die Vermittlung von Wissen im Unterricht oder in einer Vorlesung nehmen wir mit unserem Gehörsinn  auf. Auch über die Kommunikation, das Sprechen mit anderen Menschen über Inhalte, speichern wir Informationen in unserem Gedächtnis.

Es gibt vier verschiedene Lerntypen, die eigentlich nie in reiner Form auftreten. Neuen Stoff sollten Sie immer über mehrere Wege aufnehmen. Achten Sie trotzdem auf Ihre Neigungen – ein visueller Lerntyp wird mit Hörmedien und Frontalunterricht nicht glücklich werden. Es hilft Ihnen enorm beim Lernen, wenn Sie wissen, über welche Methoden Sie am leichtesten lernen.

Die vier Lerntypen:

Der visuelle Typ:

Bei diesem Lerntyp ist die Aufnahme von Informationen über das Lesen, das Anschauen von Bildern, Grafiken und Skizzen besonders ausgeprägt. Markieren Sie sich beim Lernen wichtige Textstellen, zeichnen Sie selbst ein Diagramm und schreiben Sie Stichpunkte auf Karteikarten.

Der auditive Typ:

Sie lieben Frontalunterricht, weil Sie sich durch das Zuhören viele Inhalte schon merken können? Dann sind Sie ein auditiver Lerntyp. Sie lernen am besten, wenn Sie sich Inhalte immer wieder anhören oder sich den Stoff beim Lesen laut vorsprechen. Auch Gespräche helfen Ihnen beim Lernen.

Der motorische Typ:

Langes Sitzen ist Ihnen ein Gräuel? Im Unterricht fangen Sie an zu zappeln und schweifen immer wieder mit Ihren Gedanken ab? Dann sind Sie sehr wahrscheinlich ein motorischer Lerntyp. Am besten lernen Sie dann, wenn Sie sich dabei bewegen oder wenn Sie etwas selbst ausprobieren. Leider kommt diese Form des Lernens im Schulalltag nicht so oft vor, weshalb viele dieser Lerntypen in praktischen Berufen zu finden sind, für die sich nicht unbedingt jahrelang Bücher wälzen und dem Unterricht folgen müssen.

Der kommunikative Typ:

Der Austausch mit anderen ist für den kommunikativen Lerntypen die effektivste Methode, sich neues Wissen anzueignen. Über den Stoff diskutieren, anderen etwas erklären und sich über Inhalte zu unterhalten, ist hier die wichtigste Quelle des Lernens. Falls Sie sich darin wiederfinden, ist es am besten, Sie schließen sich einer Lerngemeinschaft an und erzählen Ihr neu erworbenes Wissen Freunden und Bekannten.

Machen Sie den Test:

Für einen Lerntypen-Test brauchen Sie nur ein paar Minuten. Wir haben zwei verschiedene Tests für Sie herausgesucht:
Welcher Lerntyp bist du?
HALB Test

 

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Tanja Höfling

Seit Juli 2017 informiert die Online-Redakteurin des Euro Akademie Magazins regelmäßig über Aktuelles und Wissenswertes zu den Themen Ausbildung, Studium und Beruf.


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