Bildung als Schlüssel für eine gerechte Zukunft
Am 24. Januar 2026 wird weltweit der Internationale Tag der Bildung begangen. Der 2018 von den Vereinten Nationen ausgerufene Aktionstag soll die Bedeutung von Bildung für Frieden, nachhaltige Entwicklung und soziale Gerechtigkeit in den Fokus rücken.
Wir leben in einer Zeit globaler Krisen, so viel steht fest. Auch aufgrund der immer größer werdenden Ungleichheit in der Weltbevölkerung ist und bleibt Bildung der entscheidende Schlüssel für persönliche, aber auch gesamtgesellschaftliche Zukunftschancen.
Warum der Internationale Tag der Bildung wichtig ist
Die Antwort ist eindeutig: Weil Bildung ein grundlegendes Menschenrecht ist. Genau wie die Würde des Menschen. Und doch gibt es für beides keine Garantie. Nicht in Deutschland und nicht in sogenannten Dritte-Welt-Ländern. Laut UNESCO haben weltweit noch immer Millionen Kinder, Jugendliche und Erwachsene keinen oder nur sehr eingeschränkten Zugang zu Bildung. Auf eben diese Missstände macht der Aktionstag aufmerksam und fordert Staaten, Bildungseinrichtungen und -systeme, aber auch jeden*jede Einzelne von uns dazu auf, diese inklusiver, gerechter und zukunftsorientierter zu gestalten.
Herausforderungen im Jahr 2026
Im Jahr 2026 steht Bildung vor großen Herausforderungen. Die Digitalisierung, der Einsatz von Künstlicher Intelligenz, der Fachkräftemangel sowie globale Krisen wie Klimawandel, Migration und geopolitische Konflikte verändern die Anforderungen an Schüler*innen, Auszubildende und Lehrkräfte gleichermaßen. Wir lernen in Bildungsinstitutionen nicht mehr nur das Lesen, Schreiben und Rechnen, sondern auch Kompetenzen, die uns befähigen, uns in einer immer komplexer werdenden Welt zurechtzufinden.
Gleichzeitig zeigt sich, dass soziale Herkunft, Geschlecht oder ein sogenannter Migrationshintergrund weiterhin maßgeblich über Bildungschancen entscheiden. Auch darauf richtet der Internationale Tag der Bildung seinen Blick: Chancengleichheit, Inklusion und Bildungsgerechtigkeit – von frühkindlichen Bildung über Schule und Ausbildung bis hin zur beruflichen Weiterbildung.
Lebenslanges Lernen als Zukunftsstrategie
Ein zentrales Thema des Internationalen Tags der Bildung ist das lebenslange Lernen. In einer sich stetig wandelnden Arbeitswelt, ist eine kontinuierliche Weiterbildung unverzichtbar. Bildungsangebote müssen flexibel, praxisnah und zugänglich gestaltet werden, um Menschen in allen Lebensphasen zu erreichen.
Besonders die berufliche Bildung gewinnt immer mehr an Bedeutung. Sie trägt dazu bei, Fachkräfte zu sichern, soziale Teilhabe zu ermöglichen und individuelle Karrierewege zu stärken. Bildungseinrichtungen stehen dabei vor der Aufgabe, neue Lernformate zu entwickeln und digitale sowie analoge Lernwelten sinnvoll zu verbinden.
Die Rolle von Bildungseinrichtungen und Lehrkräften
Am Internationalen Tag der Bildung wird auch die wichtige Rolle von Lehrkräften, Erzieher*innen sowie pädagogischen und sozialen Fachkräften gewürdigt. Sie sind es, die Bildung täglich mit Leben füllen, junge Menschen begleiten und Lernprozesse gestalten. Ihre Arbeit erfordert Fachwissen, pädagogische Kompetenz und zunehmend auch digitale Fähigkeiten.
Gleichzeitig braucht es gute Rahmenbedingungen: angemessene Ausstattung, zeitgemäße Lehrpläne und kontinuierliche Fortbildung. Der Aktionstag bietet Anlass, diese Themen öffentlich zu diskutieren und Bildung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe zu begreifen.
Bildung für Demokratie, Frieden und Nachhaltigkeit
Bildung ist weit mehr als Wissensvermittlung – sie ist ein Fundament für Demokratie, Toleranz und Frieden. Politische Bildung, Medienkompetenz und interkulturelles Lernen helfen dabei, Desinformation entgegenzuwirken und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Gerade in unübersichtlichen Zeiten und wachsender Polarisierung ist Bildung ein wirksames Mittel, um Dialogfähigkeit und kritisches Denken zu fördern.
Ein Aufruf zum Handeln
Der Internationale Tag der Bildung 2026 ist nicht nur ein Aktionstag im Kalender, sondern ein Aufruf zum Handeln. Und hier sind wir alle gefordert: Politik, Wirtschaft, Bildungseinrichtungen und die Zivilgesellschaft. Denn Investitionen in Bildung sind Investitionen in Frieden, Wohlstand und soziale Stabilität.
Denn eines ist klar: Ohne Bildung gibt es keine nachhaltige Entwicklung – und ohne gerechte Bildung keine gerechte Gesellschaft und auch keinen Fortschritt. Deshalb braucht es mutige Bildungsstrategien, engagierte Fachkräfte und den gemeinsamen Willen, Lernen für alle zugänglich zu machen. Denn Bildung ist kein Privileg – sie ist, und damit kommen wir zurück zum Anfang, ein Grundrecht und die wichtigste Ressource für die Zukunft.
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