Deutscher Gründerpreis für Schüler: Azubis mit vielversprechender Idee am Start

0

Junge Menschen haben Visionen. Damit aus diesen auch handfeste Konzepte und Geschäftsmodelle entstehen können, haben das Wochenmagazin Stern, die Sparkassen, das ZDF und die Porsche AG den Deutschen Gründerpreis für Schülerinnen ins Leben gerufen. Das Ziel: den Gründungswillen junger Menschen unterstützen und Mut machen, auf eigenen unternehmerischen Beinen zu stehen.

Fünf Schüler*innen der Euro Akademie im Gründungsteam

An der Euro Akademie Wiesbaden stellen sich 5 Schülerinnen aus der Ausbildung Kaufmännische*r Assistent*in Fremdsprachen und Korrespondenz mit Unterstützung ihres Fachlehrers der spannenden Aufgabe, aus ihrer Idee ein Geschäftskonzept zu machen. Eine Herausforderung, die sie dem Berufsleben ein ganzes Stück näherbringen wird. Die angehenden Kaufmännischen Assistent*innen haben sich einem Thema angenommen, das zu einem der größten unserer Zeit gehört: Die Befreiung der Ozeane von Plastikmüll.

Im Folgenden berichten Sultan Altuntas, Chantal Bärsch, Sana Shir, Dominik Soni und Helena Ayla Yilmaz über ihre Idee und die ersten Erfahrungen in dem spannenden Projekt:

Zum Start des Projektes haben wir uns als Team “OceanClean” gefunden und unsere Idee entwickelt. Wir wollen dazu beitragen, dass Mikroplastik aus den Ozeanen entfernt werden kann. Dazu wird eine Konstruktion aus einem U-Boot und einer Art Staubsauger eingesetzt und das Meer von Mikroplastik reinigt. Dieses Projekt möchten wir den Regierungen der betroffenen Regionen, Umweltschutzorganisationen, Hotels und den Reiseunternehmen anbieten.

Logo von Sultan Altuntas

Das Besondere daran ist, dass wir das Meer reinigen, ohne dass es die Lebewesen gefährdet. Dafür benutzen wir umweltfreundliche und erneuerbare Energien. Im Unterschied zu Schiffen, die bisher im Einsatz sind, um das Meer vom Müll zu befreien, dringen die U-Boote auch in tiefere Meeresschichten vor. Außerdem kommen keine Netze zum Einsatz, in denen sich Tiere verfangen könnten.

Nachdem die Idee feststand, ging es gleich an die Arbeit. Wir haben uns registriert, eine Unternehmenspatin und einen Coach gefunden – den wir auch gleich interviewt haben. Die ersten Unterlagen haben wir bereits auf dem Deutschen-Gründerpreis-Portal hochgeladen.

Das steckt hinter der Idee: 80 Millionen Tonnen Müll gefährden Mensch und Tier

Laut der Umweltschutzorganisation WWF landen jedes Jahr etwa 5 bis 12 Millionen Tonnen Müll in unseren Ozeanen. Das entspricht mindestens einer Lastwagenladung pro Stunde. Den meisten Müll nehmen wir nicht wahr, denn er schwimmt unter der Wasseroberfläche. Etwa 70 Prozent davon liegt auf dem Meeresboden. Derzeit befinden sich rund 80 Millionen Tonnen Müll, vor allem Plastik, im Meer. Kunststoffe werden nur sehr langsam abgebaut und geben giftige Stoffe ins Wasser ab. Außerdem denken die Fische, herumschwimmende Plastikteilchen wären Nahrung – viele Tiere sterben daran, da sie diese nicht verdauen können. Sie verhungern quasi bei vollem Magen. Eine Katastrophe, die dringend gestoppt werden muss.

Von der Idee zum Businessplan

Die Idee ist sehr gut, keine Frage. Trotzdem liegen vor dem Gründerteam der Euro Akademie einige arbeitsreiche Wochen, in denen aus der bloßen Idee ein handfester Businessplan entstehen muss. Für jede bearbeitete Aufgabe bekommt das Team von einer Fachjury Punkte – sollte die Mindestpunktzahl bis Mai erreicht werden, bewertet ein Gremium aus Finanz- und Wirtschaftsexperten die Konzepte. Die besten 30 werden dann nochmal diskutiert und beurteilt, um anschließend die Top Ten aller Teilnehmenden auf dem Tisch zu haben. Übrigens: Es gewinnen nicht die genialsten Ideen, sondern die besten Businesspläne.

Die Schüler*innen sind begeistert von ihrem Vorhaben und dankbar, eine Unternehmenspatin an der Seite zu haben, die sie dabei unterstützt, einen niet- und nagelfesten Businessplan zu erstellen: „Die Zusammenarbeit läuft gut an, es hat Spaß gemacht, sich mit der Idee zu beschäftigen und diese auszubauen. Wir konnten unsere Fantasie einbringen und prima miteinander darüber reden, wie wir unsere Vorstellungen umsetzen können. Aber wir sehen schon, dass es anspruchsvoller und kniffliger wird, einen Businessplan zu erfassen und sind froh, von der Unternehmenspatin viel Hilfe und Hinweise dafür zu bekommen. Wir sind gespannt auf die nächsten Herausforderungen mit unserem Projekt.“

Die Euro Akademie Wiesbaden geht mit einer starken Idee ins Rennen. Jetzt drücken wir die Daumen, dass sie auch beim Businessplan punkten werden. Wir sind gespannt auf weitere spannende Nachrichten und Ergebnisse aus dem Gründungsteam.

Sie interessieren sich für Fremdsprachen, wollen Ihr Organisationstalent zum Glänzen bringen und sich fundiertes kaufmännisches Wissen aneignen? Dann ist die Ausbildung zum*r Kaufmännischen Assistent*in Fremdsprachen und Korrespondenz genau das Richtige für Sie!

Bildquelle Beitragsbild: © ImageFlow /shutterstock.com

Autor

Tanja Höfling

Seit Juli 2017 informiert die Online-Redakteurin des Euro Akademie Magazins regelmäßig über Aktuelles und Wissenswertes zu den Themen Ausbildung, Studium und Beruf.