Faire Löhne in der Altenpflege – so verbessern Sie Ihr Gehalt

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Gewerkschaften, Kirchen- und Wohlfahrtsverbände möchten den Verdienst in der Altenpflege durch einen flächendeckenden Tarifvertrag verbessern. Private Anbieter sträuben sich. Wie Sie in der Altenpflege, unabhängig von tariflichen Verträgen, trotzdem zu einem höheren Gehalt kommen, erfahren Sie in folgendem Beitrag.

Wer als Altenpfleger in einem kommunalen Unternehmen beschäftigt ist, verdient mehr als eine Pflegekraft bei einem privaten Pflegeunternehmen. Denn die kommunalen Arbeitgeber sind an den Tarif des öffentlichen Dienstes gebunden und zahlen somit höhere Löhne – 2.635,53 Euro bei Einstieg in den Beruf, nach sechs Dienstjahren: 3.044,26 Euro. Auch wer bei gemeinwohlorientierten Trägern der Kirchen und Wohlfahrtsverbände beschäftigt ist, hat die Chance auf einen besseren Verdienst.

Außerdem hängt die Bezahlung stark vom Arbeitsort ab. Eine Fachkraft in Westdeutschland verdient bis zu 600 Euro mehr als in Ostdeutschland. Angestellte in stationären Einrichtungen werden besser bezahlt, als jene, die Menschen im Auftrag eines ambulanten Dienstes zu Hause pflegen.

Schwarze Zahlen auch mit fairen Löhnen in der Altenpflege

In dem ZEIT ONLINE-Artikel vom 17. Juni 2018 „Das schlechte Gewissen arbeitet immer mit“ sagt Helmut Wallrafen, Geschäftsführer der Sozial-Holding in Mönchengladbach: „Man kann auch mit guter Pflege und fairen Löhnen schwarze Zahlen schreiben“. Wallrafen ist als Leiter eines kommunalen Trägers an den Tarifvertrag gebunden und zahlt seinen Altenpflegern rund 2.800 Euro bei Berufseinstieg.

Bislang konnten sich die Vertreter der verschiedenen Arbeitgebervertreter noch nicht auf eine einheitliche tarifliche Lösung einigen. Wie Sie trotzdem Ihr Gehalt aufbessern können, erfahren Sie jetzt.

Zusatzqualifikationen bringen bares Geld

Sie haben zwei Möglichkeiten, ihr Gehalt zu verbessern:

1. Sie spezialisieren sich
2. Sie versuchen möglichst bald in eine Leitungsposition zu kommen

Gerade als Berufsanfänger, mit wenig Erfahrung, ist die Option, sich auf ein bestimmtes Gebiet innerhalb der Altenpflege zu spezialisieren, eine sehr gute Wahl. Das wirkt sich nicht nur vorteilhaft auf Ihre Gehaltsabrechnung aus, sondern Sie erweitern gleichzeitig auch Ihr Aufgabengebiet und Ihr Wissen. Das macht den Beruf noch interessanter – außerdem werden Sie bald zum Ansprechpartner für Kollegen und können schließlich die Karriereleiter schneller erklimmen als andere.

Einen Überblick über Gehaltsmöglichkeiten und die Wege der Spezialisierung gibt Ihnen score-personal.de in dem Beitrag „Altenpfleger Gehalt – Gleiches Geld für gleiche Arbeit?“.

In diesen Bereichen der Altenpflege kommen Sie weiter:

• Gerontopsychiatrische Pflege
• Palliative Versorgung
• Wundmanagement
• Ernährungsmanagement
Praxisanleitung
• Qualitätsmanagement

Wer eine Leitungsfunktion einnehmen möchte, kann nach der Ausbildung zum Altenpfleger mit Fachhochschulreife oder allgemeiner Hochschulreife Gesundheit und Pflegemanagement an der EBC Hochschule studieren oder sich beispielsweise zur Fachkraft für Leitungsaufgaben in Pflegeeinrichtungen berufsbegleitend fortbilden.

Beim Arbeitgeber nach Zusatzleistungen fragen

Sie können natürlich auch mit Ihrem Arbeitgeber Ihren Lohn verhandeln – die Chancen auf Erfolg waren nie so gut wie heute – in Zeiten des Pflegekräftemangels. Dabei können Sie nicht nur versuchen, am Bruttolohn zu schrauben – auch eine betriebliche Altersvorsorge, ein Geschäftsauto oder einen Zuschuss zu den Betreuungskosten der Kinder sind Möglichkeiten, Ihre finanzielle Situation zu verbessern.

 

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Tanja Höfling

Seit Juli 2017 informiert die Online-Redakteurin des Euro Akademie Magazins regelmäßig über Aktuelles und Wissenswertes zu den Themen Ausbildung, Studium und Beruf.


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