Es gibt viele gute Gründe, Physiotherapeut*in zu werden, denn der Beruf ist:
1. Sozial: Du arbeitest eng mit Menschen zusammen und kannst ihnen etwas Gutes tun, indem du sie behandelst, motivierst und Schmerzen linderst.
2. Aktiv: Bewegung steht im Mittelpunkt, denn es geht darum, die Beweglichkeit von Patient*innen zu erhalten, zu verbessern oder wiederherzustellen. Gleichzeitig bist du auch selbst als Therapeut*in viel in Bewegung und lernst einiges über Gesundheit.
3. Abwechslungsreich: Es gibt zahlreiche Einsatzfelder, von Krankenhaus und Reha-Klinik bis zur eigenen Physiotherapie-Praxis.
4. Krisensicher: Die Jobaussichten sind auch deshalb gut, weil eine große Nachfrage herrscht – insbesondere in unserer heutigen Gesellschaft, in der Menschen viel sitzen und ein hohes Stresslevel haben.
Die Vorteile des Berufs liegen also auf der Hand. Weniger klar ist jedoch womöglich die Frage, ob du Physiotherapie studieren oder eine klassische Ausbildung machen sollst. Natürlich kommt das auch auf deine individuellen Vorlieben und Bedürfnisse an, allerdings gibt es durchaus klare Unterscheidungskriterien.
Zeit und Dauer
Während eine Ausbildung mit einer Dauer von 3 Jahren in der Regel kürzer ist, brauchst du für ein Studium bis zu 4 Jahre (6 bis 8 Semester). Für ein Studium musst du allerdings auch länger zur Schule gehen, denn hierfür benötigst du zuerst einmal das Abitur oder eine Fachhochschulreife. Für die Ausbildung hingegen genügt die Mittlere Reife. Auch mit einem Hauptschulabschluss und einer anschließenden zweijährigen Ausbildung kannst du dich für die Physiotherapie-Ausbildung qualifizieren. Hier ist also die Frage, wie schnell du in den Beruf einsteigen möchtest.
Kosten und Gehalt
Neben dem Zeitaufwand ist auch der Kostenfaktor abzuwägen. Ein Studium ist meist teurer, besonders weil das Physiotherapie-Studium überwiegend an privaten Hochschulen mit hohen Gebühren angeboten wird. Eine Ausbildung ist in der Regel günstiger – die Kosten werden in den meisten Bundesländern nicht nur an staatlichen Schulen übernommen, sondern auch an vielen privaten Schulen. Die Ausbildung kann also schulgeldfrei absolviert werden, zum Beispiel an unserer Euro Akademie in Berlin. Zudem gibt es viele Fördermöglichkeiten, wie etwa das Schüler-BAföG, bei dem keine Rückzahlungen fällig werden. Beim späteren Gehalt, das für Physiotherapeut*innen bei durchschnittlich 2.900 € – 3.400 € brutto pro Monat liegt, ist ein Studium nicht unbedingt ein Vorteil, besonders, wenn du in einer Praxis arbeiten oder dich selbstständig machen möchtest.
Theorie und Praxis
Ein wichtiges Kriterium für die Entscheidungsfindung zur Frage „Ausbildung oder Studium?“ sind natürlich auch die Lerninhalte. Ein Studium ist akademischer ausgelegt und hat einen höheren Theorieanteil, der vor allem dann relevant ist, wenn man später in die Forschung gehen möchte. Eine Ausbildung ist klar anwendungsorientiert und legt den Fokus auf die Praxis. Dabei absolvierst du mindestens 1.600 Praktikumsstunden in medizinischen Einrichtungen, also gut ein Drittel der Ausbildungszeit – der theoretische Unterricht beläuft sich auf 2.900 Stunden. In den Praktika werden die Fachgebiete Chirurgie, Innere Medizin, Orthopädie, Neurologie, Pädiatrie, Psychiatrie und Gynäkologie abgedeckt. In der Physiotherapie-Ausbildung wird also viel Wert auf direkten Patientenkontakt gelegt, was dir bereits sehr gute Übung verschafft. Außerdem sind die Lerngruppen in einer Ausbildung kleiner und du erfährst eine engere Betreuung durch die Ausbilder*innen.
Einstieg in den Beruf
Eine Ausbildung zum Physiotherapeuten oder zur Physiotherapeutin ermöglicht dir also einen schnelleren Berufseinstieg mit einem größeren Gefühl von Sicherheit in der Praxis. Du erhältst auch direkt einen Abschluss mit staatlicher Anerkennung. Für die alltägliche Arbeit als Physiotherapeut ist eine Ausbildung eine sehr gute Basis. Bei Bedarf kannst du später immer noch ein Studium anschließen oder dein Wissen in Fortbildungen vertiefen, zum Beispiel in Manueller Therapie, Bobath-Therapie oder Osteopathie.
Du willst Physiotherapeut*in werden? Die Euro Akademie bietet dir dazu die passende Ausbildung, zum Beispiel in Halle oder Berlin – an letzterer kannst du sogar eine verkürzte Ausbildung absolvieren!
