Sind Sie zu alt für eine Ausbildung?

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Ihr Job macht Sie unglücklich. Sie leiden schon länger an Boreout. Oder stirbt der Beruf, in dem Sie die letzten Jahre gearbeitet haben etwa aus? Sie sind gerade 40 geworden – da bleibt Ihnen wohl nichts weiter übrig, als sich Ihrem Schicksal zu ergeben und bis zur Rente auszuharren. Bloß das nicht! Das Leben hat viel mehr zu bieten – für eine Ausbildung sind Sie nie zu alt.

Wer heute eine Ausbildung erfolgreich abschließt, ruht sich nicht bis zur Rente auf dieser Qualifikation aus. Entweder er entscheidet sich für Weiterbildungen in seinem Bereich oder er startet irgendwann noch einmal in einem anderen Beruf durch. Oft verändern sich die Interessen im Laufe des Lebens – wer mit 18 eine Lehre zum Bankkaufmann gemacht hat, interessiert sich vielleicht mit Mitte 30 für den Beruf des Erziehers. Keine Angst, dass das Umsatteln einen schlechten Eindruck bei Arbeitgebern hinterlassen könnte – nie war lebenslanges Lernen so angesehen wie heute.

Berufliche Umwege erwünscht

Unternehmen wünschen sich inzwischen oft sogar Bewerber, die einige Haken in ihrem Berufsleben geschlagen haben und es von unterschiedlichen Seiten kennenlernen durften. Auch ein Aufenthalt im Ausland lässt einen über den eigenen Tellerrand hinausblicken und bringt nicht nur neues Wissen, sondern auch ganz persönliche Erfahrungen, die den Blick auf das Leben und die bisherigen Ziele verändern können.
Wenn Sie unglücklich sind in Ihrem Job oder Sie in Ihrem alten Beruf keine Zukunftschancen sehen und gerne noch einmal etwas völlig Neues wagen wollen, rennen Sie bei modernen Chefs also offene Türen ein.

Warum spät noch eine Ausbildung starten und wer soll das bezahlen?

Die Antwort: Warum nicht! Es gibt nur wenige Gründe, auf einen beruflichen Neustart zu verzichten. Das Alter ist keiner davon. Natürlich sind Sie mit Mitte dreißig oder Anfang vierzig meist nicht mehr so rundum versorgt wie mit Anfang zwanzig, als Sie noch kostenlos im Hotel Mama logierten. Inzwischen zahlen Sie schon viele Jahre Miete für Ihre Wohnung oder den Kredit für Ihr Haus ab, haben ein Auto und vielleicht auch Nachwuchs. Jeder weiß, dass in der Ausbildung nicht gerade hohe Löhne winken. Trotzdem lohnt es sich nach einem neuen Betätigungsfeld zu suchen, wenn das alte nicht mehr das richtige ist – schließlich haben Sie immer noch viele Jahre Berufsleben vor sich und können nochmal so richtig durchstarten.

Finanzierungsmöglichkeiten während der Ausbildung

  1. Unterstützung von der Agentur für Arbeit, wenn
    • Sie noch keinen Berufsabschluss haben
    • Sie in Ihrem früheren Beruf keine Chance auf einen Job haben
    • Sie Ihren Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben können
  2. Sie haben ein dickes Sparbuch oder ein spendables Familienmitglied.
  3. Sie starten eine berufsbegleitende Ausbildung an der Euro Akademie. Zum Erzieher, Physiotherapeuten oder Altenpfleger können Sie sich beispielsweise in Teilzeit, also neben Ihrem Job, ausbilden lassen.

Für die Ausbildung zum Erzieher gibt es übrigens sogar ein eigenes Programm für ältere Auszubildende „Quereinstieg – Männer und Frauen in Kitas“, das auch an der Euro Akademie Berlin angeboten wird. Es richtet sich speziell an Umsteiger und kann berufsbegleitend absolviert werden.

Hier haben Sie als Ausbildungsdino die Nase vorn

Wenn Sie sich mit 30+ für eine Ausbildung entscheiden, wissen Sie genau, was Sie wollen. Sie werden sich also mit vollem Elan in das Abenteuer stürzen. Diese Motivation ist die beste Voraussetzung für erfolgreiches Lernen. Außerdem haben Sie schon so einiges erlebt – Erfahrungen aus dem echten Leben helfen Ihnen beim Neuerwerb von Wissen. Nicht umsonst sind ältere Lehrlinge oft die besten in der Klasse.

Autor

Tanja Höfling

Seit Juli 2017 informiert die Online-Redakteurin des Euro Akademie Magazins regelmäßig über Aktuelles und Wissenswertes zu den Themen Ausbildung, Studium und Beruf.