Überraschende Lohnentwicklung in Pflegeberufen

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Sie interessieren sich für einen Pflegeberuf, haben aber Bedenken, mit Ihrem zukünftigen Verdienst nicht auszukommen? Diese Angst ist unbegründet. Die Lohnentwicklung in der Pflege ist gut, sogar positiver als in anderen Branchen. Zudem sind Pflegeberufe absolut krisensicher und der Druck auf Arbeitgeber und Politik, die Arbeitsbedingungen zu verbessern, um neue Fachkräfte zu gewinnen, ist hoch.

„Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pfleger verdienten im Jahr 2020 im Durchschnitt 3 578 Euro brutto im Monat“, ist in der Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 11. Mai 2021 zu lesen. Altenpfleger*innen kommen im Durchschnitt auf 3363 Euro Monatslohn. Noch 2010 verdienten ausgebildete Fachkräfte in der Pflege rund ein Drittel weniger.

Lohnentwicklung in Pflegeberufen höher als in der Gesamtwirtschaft

2020 war die positive Lohnentwicklung in Pflegeberufen sogar höher als in der Gesamtwirtschaft. Sicher hatte hier auch die Corona-Pandemie die Finger mit im Spiel. Das schmälert den eindeutigen Positivtrend in Richtung faire Bezahlung für Pflegefachkräfte aber nicht.

Dass dennoch etwa die Hälfte der ausgebildeten Kranken- und Altenpfleger*innen weniger als der angegebene Durchschnitt verdient, liegt oft am arbeitgebenden Unternehmen. Private Träger zahlen meist deutlich schlechter als Wohlfahrtsverbände wie die Caritas, die AWO oder die Diakonie. Staatliche Träger hingegen gehören zu den besser zahlenden. Vergleichen lohnt sich also – ausgebildete Fachkräfte in der Pflege befinden sich schließlich in einer komfortablen Lage: Sie können sich ihren Arbeitsplatz wegen des Fachkräftemangels aussuchen.

Fast 40 Prozent mehr Ausbildungsstarter*innen

Und es gibt noch eine weitere positive Nachricht für Pflegekräfte und alle, die sich für diese erfüllenden Berufe interessieren: Das Interesse an Pflegeausbildungen, wie der generalistischen Ausbildung zum*r Pflegefachmann*frau, hat deutlich zugenommen. Laut Statistischem Bundesamt gibt es rund 39 % mehr Ausbildungsanfänger*innen im Jahr 2019 als zehn Jahre zuvor. Mit der richtigen Weichenstellung also durchaus ein Lichtblick für eine bessere personelle Besetzung auf Stationen, in Senioren- und Pflegeheimen.

Die Zufriedenheit in Pflegeberufen ist hoch

Trotz des heute noch hohen Arbeitspensums von Pflegekräften empfinden viele der professionell Pflegenden ihre Arbeit als befriedigend und sinnstiftend. Die Wertschätzung in Form eines Lächelns, eines herzlichen Händedrucks, der Nähe und Verbundenheit, die Pflegekräfte zu Patient*innen und Bewohner*innen aufbauen, ist ein zusätzlicher immaterieller Lohn, der zufrieden macht.

Pflegeberufe sind auf einem guten Weg, für noch mehr Menschen zum Traumjob zu werden. 12 Standorte der Euro Akademie in ganz Deutschland bilden junge und berufserfahrene Menschen zu qualifizierten Pflegefachmännern und Pflegefachfrauen aus.

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Bildquelle Beitragsbild: © Luis Molinero /shutterstock.com

Autor

Tanja Höfling

Seit Juli 2017 informiert die Online-Redakteurin des Euro Akademie Magazins regelmäßig über Aktuelles und Wissenswertes zu den Themen Ausbildung, Studium und Beruf.