Warum Pflegeberufe glücklich machen

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Wenn wir Nachrichten aus der Pflege hören, dann sind es meist Negativschlagzeilen. Über zu wenig Personal, zu geringe Anerkennung, verbesserungswürdige Löhne. Das Augenmerk darauf ist wichtig und richtig und muss natürlich so lange auf der gesellschaftlichen und politischen Agenda stehen, bis es vernünftige Personalschlüssel und eine angemessene Bezahlung für professionell Pflegende gibt. Was darüber oft vergessen wird, ist die große Freude, mit der Menschen in der Pflege arbeiten. Trotz allem. Und dass sie oft ziemlich glücklich sind mit dem, was sie da tun.

Was ist es eigentlich, was uns an einem Beruf anzieht? Genauer gesagt: Was ist es, was Menschen dazu antreibt, eine Ausbildung im Pflegebereich zu machen? Ursula Beckmann hat mit „Pflege packt’s an“ ein Mutmacher*innen-Buch geschrieben, das genau diese Frage und noch viele weitere beantwortet. Sie wollte ein Buch schreiben, das die positiven Seiten des Berufes mal wieder an erste Stelle stellt – ohne die Missstände zu verleugnen. Beckmann bewegt sich so aus der Opferrolle heraus und zeigt die wertvolle und ganz besondere Seite der Pflegeberufe.

Hände sind etwas Wunderbares

Es finden sich zahlreiche Stimmen von Pflegekräften, die Beckmann während ihrer Tätigkeit als Seminarleiterin in der Altenpflege kennenlernen durfte. Ihr Interviewpartner Tobias zum Beispiel erzählt, wie wunderbar es ist, wenn sich die Bewohner*innen immer wieder freuen, ihn zu sehen – eine Wertschätzung, die man in kaum einem anderen Beruf so häufig bekommt.

Fast poetisch wird es, wenn er erzählt, wie eine Frau ihre Hand betrachtet, so, als sähe sie dieses Wunderwerkzeug zum ersten Mal und feststellt, wie gut es ist Hände und Finger zu haben, wie nützlich diese uns sind. In dem Buch sind einige solcher Momentaufnahmen zu finden, die zum Nachdenken und Aufmerksamsein anregen. Die ein Stück von der Weisheit der betagten Menschen transportieren und von der Freude, daran teilzuhaben. Das bietet den Pflegekräften in besonderem Maße die Chance, sich mit den Berufsjahren nicht nur beruflich, sondern auch persönlich weiterzuentwickeln.

Jemand sein, dem man vertraut

Egal ob Sie ausgebildete Pflegekraft sind oder sich für eine Ausbildung in der Pflege interessieren, dieses selbstbewusste Buch wird sie bestärken, das zu tun, was Ihnen liegt: Für andere Menschen da zu sein, ihnen ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern, derdie erste Ansprechpartner*in für Patient*innen und Bewohner*innen zu sein – jemand zu sein, dem man vertraut und auf den man baut.

Sie interessieren sich für eine Ausbildung mit Sinn, in der Sie sich persönlich und beruflich weiterentwickeln dürfen? Wir hätten da einiges für Sie!

Bildquelle Beitragsbild: © Robert Kneschke /shutterstock.com

Autor

Tanja Höfling

Seit Juli 2017 informiert die Online-Redakteurin des Euro Akademie Magazins regelmäßig über Aktuelles und Wissenswertes zu den Themen Ausbildung, Studium und Beruf.