Lesetipp: Die neue Lust an der Arbeit – bessere Leistungen mit Genuss!

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Arbeit soll Spaß machen – und wir möchten einen Sinn darin sehen. Arbeiten, nur um Geld zu verdienen, reicht uns schon längst nicht mehr. Kein Wunder, immerhin verbringen wir jede Menge Lebenszeit am Arbeitsplatz. Welche Fragen Sie sich stellen sollten, um Ihre Berufung zu finden, erfahren Sie in unserem Beitrag.

Der Gedanke, dass Arbeit Spaß machen soll, hat sich erst in den letzten Jahrzehnten entwickelt. Das hat auch damit zu tun, dass die meisten Menschen in unserem Land finanziell ziemlich gut dastehen und es nicht mehr um das nackte Überleben geht. Es ist also durchaus ein Luxus, sich Gedanken über den Sinn und die Freude an der Arbeit machen zu dürfen.

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen?

Allerdings ist der Begriff Arbeit oft immer noch negativ besetzt. Das merkt man an Sprüchen wie „erst die Arbeit, dann das Vergnügen“, Das dürfte auch daran liegen, dass die Arbeit im Industriezeitalter für viele Menschen eintönig und keinesfalls kreativ und abwechslungsreich war. Das Wort „Arbeit“ kommt übrigens aus dem Mittelhochdeutschen und bedeutet Mühsal, Strapaze, Not.

Dass Arbeit auf keinen Fall nur Mühe und Strapaze ist, zeigt sich dann, wenn wir etwas richtig gerne machen. Überlegen Sie mal, was Sie mit Freude tun. Empfinden Sie das als Mühsal? Bestimmt nicht. Sobald wir das tun, was uns Spaß macht, sind wir ganz vertieft in unser Tun und vergessen dabei auch mal die Zeit. Ein Zustand den Psychologen als „Flow“ bezeichnen. Der „Flow“ ist ein Glücksgefühl, das Sie erleben, wenn Sie ganz und gar in einer Beschäftigung aufgehen und sich alles stimmig anfühlt. Kinder haben solche Momente häufig beim Spielen. Erwachsene bekommen dieses Gefühl von Glück oft bei kreativen, schöpferischen und musischen Tätigkeiten oder beim Sport. „Die Arbeit, die uns freut, wird zum Vergnügen‘“, wusste schon der englische Dramatiker Shakespeare.

So finden Sie die Erfüllung im Beruf

Egal, ob Sie auf der Suche nach einer passenden Ausbildung sind oder mitten im Berufsleben stehen, die folgenden vier Fragen aus dem Buch „Die neue Lust an der Arbeit“ helfen Ihnen beim Finden Ihrer Berufung:

Was kann ich besonders gut?

Fällt es Ihnen leicht, eine neue Sprache zu lernen, werden Sie das Erlernen einer Fremdsprache eher als Bereicherung empfinden, nicht als Strapaze – selbst wenn eine gewisse Anstrengung dafür nötig ist. Dann werden Sie vielleicht als Dolmetscher und Übersetzer Ihr berufliches Glück finden.

Trotzdem müssen Sie nicht zwangsläufig alles gerne machen, was Sie gut können. Die Buchhaltung fällt Ihnen zum Beispiel leicht, aber Sie würden im Traum nicht auf die Idee kommen, eine Ausbildung in diesem Bereich zu absolvieren. Weil, und damit kommen wir zur zweiten Frage, Sie die Tätigkeit als Buchhalter eben nicht genug begeistern würde.

Was begeistert mich sehr?

Wenn Sie etwas, das Sie gerne tun auch noch begeistert, kommen Sie Ihrem beruflichen Glück schon ein Stück näher. Dann vergessen Sie die Zeit, wenn Sie ein schickes Sommerkleid für die nächste Party nähen oder Sie ein Drei-Gänge-Menü für Ihre Freunde planen. Bei all der Begeisterung für eine Tätigkeit, ist Realismus gefragt. Überlegen Sie sich, womit Sie auch ausreichend Geld verdienen können, um Ihre Miete, Ihr Auto und Ihren nächsten Urlaub zu finanzieren. Dann werden Sie ganz schnell herausfinden, welche Ihrer Fähigkeiten Sie in den Beruf einbringen und was doch besser Hobby bleibt.

Was braucht die Welt und wird auch gut bezahlt?

Sie nähen für Ihr Leben gerne Kinderkleidung. Mit viel Liebe zum Detail, aus fair gehandelten Biostoffen. Das kostet eine Menge Zeit und Geld. Sie müssten vielleicht 200 Euro für ein Kinderkleid verlangen, damit Sie auf einen Stundenlohn von rund 20 Euro kämen – für Selbstständige viel zu wenig, um finanziell über die Runden zu kommen. Oder Sie malen leidenschaftlich gerne, aber die Vorstellung, damit Ihren Lebensunterhalt verdienen zu müssen, nimmt Ihnen den letzten Funken Kreativität.

Jeder Mensch braucht Anerkennung für seine Arbeit – auch finanzielle. Machen Sie also unbedingt einen Realitätscheck, bevor Sie sich für eine berufliche Tätigkeit entscheiden. Geld alleine macht nicht glücklich. In Armut leben zu müssen, kann aber sehr unglücklich machen. Berufung hin oder her.

Was kann ich mit meinem übrigen Leben gut vereinbaren?

Ja, es gibt auch ein Leben außerhalb des Jobs. Wie viel Freizeit Sie haben möchten, an welchen Arbeitsorten Sie sich wohl fühlen, ob Sie eine eigene kleine Familie haben – all das sind Faktoren, zu denen unsere Arbeit passen muss. Wenn ich beispielsweise als Mutter oder Vater permanent auf Geschäftsreisen bin und meine Kinder nur alle paar Tage sehen kann, werde ich vielleicht sehr unglücklich – obwohl die Tätigkeit perfekt zu mir passt.

Die Freude und die Lust an der Arbeit ist von einem Nice-to-have zu einem Must-have geworden. Mit gutem Recht: Ein gutes Arbeitsklima, die Anerkennung unserer Arbeit und die Freude daran, beeinflussen auch unser Wohnbefinden und unsere Gesundheit. Wenn Sie die Tätigkeit gefunden haben, die wirklich zu Ihnen passt, haben Sie mehr Energie, sind seltener krank und verdienen dabei automatisch mehr Geld.

 

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