Pflegefachassistenz: neue Ausbildung mit Zukunft

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In der Pflege gibt es einen Mangel an Fachkräften – das ist nichts Neues. Und doch verschlimmert sich der Pflegenotstand jährlich. Aktuell fehlen rund 200.000 Pflegekräfte in Deutschland, in zehn Jahren könnten es 500.000 unbesetzte Stellen sein. Und das betrifft eben nicht nur spezialisierte Berufe wie Intensivpflegekräfte oder Pflegedienstleitungen, sondern besonders Pflegestellen im Assistenzbereich. Die grundpflegerische Versorgung muss sichergestellt sein. Und die Pflegebedürftigen brauchen Bezugspersonen, die sich mit ihnen beschäftigen, zuhören, für sie da sind – die guten Seelen des Pflegeheims eben. Es werden also dringend Pfleger*innen benötigt, die „an der Basis“ arbeiten und fundiertes und ganzheitliches Know-how mitbringen. Der Berliner Senat hat deshalb das „Gesetz über die Einführung einer Pflegefachassistenzausbildung für Berlin“ eingebracht und damit einen neuen Berufsabschluss geschaffen: Pflegefachassistentin bzw. Pflegefachassistent. Die Euro Akademie in Berlin ist natürlich dabei und bietet die neue Ausbildung Pflegefachassistenz voraussichtlich ab 2023 an.

In eineinhalb Jahren zur Pflegefachkraft

Großer Vorteil der Pflegefachassistenz-Ausbildung ist, dass Sie in kurzer Zeit einen beruflichen Abschluss erhalten, der einen sicheren Job in einem gefragten Berufszweig garantiert. In nur eineinhalb Jahren lernen Sie verschiedene Versorgungsbereiche und Pflegesituationen kennen. Durch die generalistische Ausbildung können Pflegefachassistent*innen bei der Pflege und Betreuung in allen Versorgungsbereichen unterstützen. Sie arbeiten zum Beispiel in Seniorenheimen, ambulanten Pflegediensten, Tageskliniken, oder in Krankenhäusern.

Was lerne ich in der Ausbildung zur Pflegefachassistenz?

Die Ausbildung beinhaltet verschiedene Lernfelder, wie die Unterstützung in der Bewegung, Mobilität und Selbstversorgung, die pflegerische Unterstützung von Menschen in kurativen Prozessen, die Hilfe bei der Lebensgestaltung, in kritischen Lebenssituationen und die Begleitung in der letzten Lebensphase.

Ein großer Teil der Ausbildung findet in der Praxis statt. Im Krankenhaus oder einer Pflegeeinrichtung helfen die Azubis bei der Pflege von Menschen aller Altersgruppen. Dazu zählt die Beratung, Begleitung und Betreuung der Pflegebedürftigen. Auch bei der ärztlichen Diagnostik und Therapie dürfen die angehenden Pflegefachassistent*innen unter Anleitung mitwirken. So lernen sie zum Beispiel, die Vitalzeichen zu kontrollieren, subkutane Injektionen durchzuführen oder Medikamente zu verabreichen.

Ausbildung mit Hauptschulabschluss

Zugangsvoraussetzung für die Ausbildung zur Pflegefachassistenz ist die Berufsbildungsreife, also ein einfacher Hauptschulabschluss. Mit einem entsprechenden Deutsch-Sprachniveau und der gesundheitlichen Eignung steht Ihrer Karriere in der Pflege nichts mehr im Weg!

Die Ausbildung richtet sich auch an Menschen, die schon ohne beruflichen Abschluss der Pflege tätig sind. Diese haben nun die Möglichkeit, sich zum*r Pflegefachassistent*in ausbilden zu lassen. Vorbildungen können auf die Ausbildungszeit angerechnet werden, so dass die Ausbildung auch verkürzt werden kann.

Und nach der Ausbildung?

Als Pflegefachassistent*in haben Sie eine tolle Grundlage, um in allen Versorgungsbereichen zu arbeiten. Pflegekräfte werden händeringend gesucht – an Jobangeboten wird es Ihnen also nicht mangeln

Wenn Sie mehr wollen, können Sie sich weiterqualifizieren. Als Pflegeassistent*in können Sie die Ausbildung zum Pflegefachmann oder zur Pflegefachfrau um ein Jahr verkürzen. Diese Ausbildung können Sie auch berufsbegleitend absolvieren. An der Euro Akademie gibt es außerdem viele spannende Weiterbildungen aus dem Bereich Gesundheit & Pflege. Eine Übersicht des Angebots finden Sie hier.

Autor

Anna Rüppel

Anna Rüppel ist mit 1,78 m die Größte, wenn es um Ausbildung und Beruf geht. Als Kind war sie kleiner.