So starten Sie durch! Tipps für Berufsanfänger

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Ihr Examen oder den Bachelor haben Sie in der Tasche – jetzt kann es losgehen mit dem ersten spannenden Job! Damit die Freude an Ihrer neuen Arbeitsstelle lange anhält und Sie einen grandiosen Start ins Berufsleben hinlegen, haben wir einige exklusive Tipps für Sie gesammelt.

Eines vorneweg: Ein bisschen aufgeregt dürfen Sie schon sein vor dem ersten Tag Ihres neuen Lebens. Immerhin haben Sie sich jahrelang auf den Tag X vorbereitet, an dem Sie zum ersten Mal nicht als Azubi oder Student ein Unternehmen betreten, sondern als ausgebildete Arbeitskraft.

Seien Sie aufmerksam und wissbegierig – machen Sie sich aber nicht zu viel Druck. Ihr Chef und Ihre Kollegen wissen, dass Sie ganz frisch aus der Ausbildung oder der Hochschule kommen und Ihre beruflichen Erfahrungen noch überschaubar sind.

Das größte Know-how steckt in Ihren Kollegen

Ihre Kollegen sind die wichtigste Anlaufstelle und Informationsquelle. Sie sind es, die Ihnen etwas über Abläufe, Gepflogenheiten und Fallstricke im Unternehmen erzählen können.

Ganz selbstverständlich grüßen Sie alle Mitarbeiter auf dem Flur, in der Mensa – wo auch immer Sie ihnen begegnen – auch wenn Sie diese noch nicht kennen. Es wäre wirklich schade, wenn Sie aus Schüchternheit als arrogant wahrgenommen werden würden.

Als Berufsanfänger überwiegt zunächst einmal Ihr theoretisches Wissen – ganz gleich, ob Sie ein Studium oder eine schulische Ausbildung absolviert haben. Deshalb gilt: Denken Sie nicht, Sie wüssten vieles besser, nur weil Sie vielleicht näher dran sind, an den aktuellen Entwicklungen der Branche. Hören Sie den „alten Hasen“ im Unternehmen genau zu – Sie können viel von ihnen lernen. An der einen oder anderen Stelle haben Sie sicher Gelegenheit, Ihre Kenntnisse aus Ausbildung oder Studium einzubringen. Stellen Sie konkrete Fragen und seien Sie offen für konstruktive Kritik – Sie können nicht alles richtig machen – und durch Fehler lernen Sie dazu.

Zeigen Sie Respekt vor der Erfahrung der Kollegen – Berufsanfänger und langjährige Arbeitnehmer können sich wunderbar ergänzen. Die jungen Kollegen bringen frischen Wind mit, die älteren kennen die Fahrtrichtung. Lassen Sie sich und Ihren Kollegen etwas Zeit. Stellen Sie bewährte Arbeitsabläufe nicht sofort in Frage – wer Änderungsvorschläge machen möchte, sollte das alte System zunächst einmal kennenlernen, um dann einen gut durchdachten und konstruktiven Vorschlag zu präsentieren. Achten Sie auch auf den Umgang der Kollegen untereinander und beachten Sie individuellen Regeln im Unternehmen und in Ihrer Abteilung.

Lernen Sie jeden Tag dazu

Nach der Einarbeitungsphase liegt es vor allem in Ihrer Hand, fachliches und unternehmensspezifisches Wissen aufzubauen. Ruhen Sie sich jetzt nicht darauf aus, dass Sie die ersten Aufgaben zufriedenstellend erledigt haben. Je mehr Know-how Sie sich aneignen, desto kompetenter fühlen Sie sich und umso schneller können Sie Verantwortung für bestimmte Bereiche übernehmen.

Was soll ich nur anziehen?

Diese Gedanken haben Sie sich sicher vor Ihrem Vorstellungsgespräch in dem Unternehmen schon einmal gemacht. Kleiden Sie sich Ihrer Branche und dem Unternehmen angemessen – wenn Sie in einer Bank arbeiten, werden Sie eher einen klassischen Look mit unauffälligen Farben wählen. Arbeiten Sie als Erzieher in einem Kindergarten, darf Ihre Kleidung auch kinderfreundlich bunt sein. Falls Sie hier unsicher sind, beobachten Sie doch einfach in den ersten Tagen, was die Kollegen tragen, dann beantwortet sich die Frage von selbst. Wichtig ist außerdem, dass Sie sich wohlfühlen in Ihrer Kleidung.

Verhalten in Küche, Aufenthaltsraum und Co.

Welche Regale darf wer nutzen? Gibt es persönliche Kaffeetassen? Welche Geburtstagsrituale gibt es unter den Kollegen? Es gibt eine ganze Reihe von unausgesprochenen Regeln im kollegialen Miteinander. Fragen Sie ruhig einen Kollegen, zu dem Sie in täglichem Kontakt stehen. Den Chef sollten Sie in diesen Fragen nicht bemühen.

Last, but not least: Verfallen Sie nicht in einen Konsumrausch

Endlich, das erste Gehalt ist auf dem Konto! Beflügelt von den Unsummen auf Ihrem Konto begeben Sie sich unverzüglich auf Wohnungssuche. Und ein eigenes Auto muss jetzt natürlich auch her. Stopp! Verschaffen Sie sich erstmal einen Überblick darüber, welche Kosten Sie tatsächlich stemmen können. Eine Wohnung sollte beispielsweise nie mehr als ein Drittel Ihres Einkommens verschlingen. Je selbstständiger Sie werden, desto mehr Kosten kommen auch auf Sie zu. Versicherungen, Anschaffungskosten für Waschmaschine und Co. oder Lebensmittel lassen den Geldbeutel schrumpfen. Gut, wenn man für unvorhersehbare Ausgaben immer einen Notgroschen auf dem Konto hat.

 

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Tanja Höfling

Seit Juli 2017 informiert die Online-Redakteurin des Euro Akademie Magazins regelmäßig über Aktuelles und Wissenswertes zu den Themen Ausbildung, Studium und Beruf.


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