Unermüdlich lernen? Mit der Pomodoro-Technik kein Problem!

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Pomodoro ist das italienische Wort für Tomate. Was haben denn aber diese roten Früchte mit dem alltäglichen Lernwahnsinn in Ausbildung und Studium zu tun? Die Pomodoro-Technik ist eine Methode des Zeitmanagements. Sie wurde von dem Italiener Francesco Cirillo entwickelt, der er nach einem Küchenwecker in Form einer Tomate benannte. Ein geniales Instrument, mit dem Sie effektiver lernen als je zuvor.

Jan K. sitzt nun seit drei Stunden an seinem Schreibtisch und versucht verkrampft, englische Vokabeln in seinen Kopf zu bekommen. Sein Nacken ist inzwischen völlig verspannt, die Nervosität steigt und seine Augen könnten auch schon ein paar unterstützende Streichhölzer vertragen. Nicht gerade die besten Voraussetzungen für effektives Lernen. Mit dem Zeitmanagement nach Francesco Cirillo haben Jan K. und Sie in Klausuren und Prüfungen in Zukunft die Nase ganz weit vorn.

Wieso lernt man mit der Pomodoro-Technik doppelt so gut?

Ganz einfach, weil Sie sich konsequent Zeit für Pausen nehmen. Sie sitzen nicht stundenlang ohne Unterbrechung am Schreibtisch, sondern beenden Ihre Lernsitzung immer nach 25 Minuten. Dann lehnen Sie sich für fünf Minuten entspannt zurück, gehen einmal fix um den Block oder machen sich in der Küche einen leckeren Kaffee. Dann geht’s weiter mit dem konzentrierten Pauken. Nach vier bis fünf solcher Lernintervalle ist eine längere Pause von 20 bis 30 Minuten angesagt. Das war’s auch schon – so einfach ist diese Methode. Wirklich erstaunlich, dass die regelmäßigen Breaks so effektiv sind, oder? Wie in vielen Fällen, ist auch hier die einfachste Lösung wohl die beste.

Darum ist die Tomaten-Methode so wirkungsvoll:

  1. Durch die konsequenten Pausen können Sie viel länger konzentriert am Ball bleiben.
  2. In den Lerneinheiten von jeweils 25 Minuten arbeiten Sie intensiver, da sie sich in einer festgelegten Zeitspanne besser auf Ihren Stoff fokussieren können. Denn Sie wissen ja, die nächste Pause lässt nicht lange auf sich warten.
  3. Ablenkungsmanöver wie Telefonate oder plötzliche Aufräumanfälle haben bei der Pomodoro-Technik keine Chance. Vorausgesetzt, Sie schummeln nicht. Sie werden also automatisch produktiver.
  4. Sie arbeiten nach dem Parkinsonschen Gesetz. Nach Cyril Northcote Parkinson braucht man länger für eine Arbeit, je mehr Stunden man für sie einplant. Das soll daran liegen, dass man sich intensiver mit einem Thema auseinandersetzt, wenn die Zeit knapp ist. Bleiben Sie bei Ihrer Planung aber realistisch – nehmen Sie sich vor, 100 Vokabeln in 25 Minuten zu lernen, ist Frust vorprogrammiert.

Klar, dass nicht nur das Zeitmanagement eine Rolle beim erfolgreichen Lernen spielt. Wichtig ist auch ein angenehmer Arbeitsplatz mit guter Beleuchtung und einem angenehmen Ambiente. Schließlich verbringen Sie in Ausbildung und Studium viele Stunden dort. Wer nicht dem Bulimielernen verfallen will, sollte außerdem rechtzeitig mit dem Durchackern des Stoffes beginnen. So können Sie die Lerninhalte, wenn nötig, mehrmals wiederholen – das festigt Ihr Wissen und Sie haben länger etwas davon, weil es ins Langzeitgedächtnis gelangt. Und wer weiß, vielleicht können Sie mit diesem Know-how in Ihrer nächsten Prüfung oder Ihrem neuen Job glänzen.

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Tanja Höfling

Seit Juli 2017 informiert die Online-Redakteurin des Euro Akademie Magazins regelmäßig über Aktuelles und Wissenswertes zu den Themen Ausbildung, Studium und Beruf.


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