Gegen das Gähnen: 5 Tipps für den Nachtdienst

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Pflegefachmänner und Pflegefachfrauen leisten nicht nur in Corona-Zeiten Übermenschliches. Sie unterstützen kranke und alte Menschen in deren Alltag und kümmern sich in Abstimmung mit den Ärzt*innen um die medizinische Versorgung ihrer Patientinnen und Patienten. Und das rund um die Uhr. Während der Großteil der Bevölkerung schläft, geht die Arbeit des Pflegepersonals weiter – die Aufgaben in der Nachtschicht reichen von Überforderung bis hin zu Langeweile. Francesca, Auszubildende zur Altenpflegefachkraft, verrät uns ihre Tricks für den Nachtdienst.

Die Ausbildungsoffensive Pflege des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend startete im Herbst 2019 mit der Kampagne „Mach Karriere als Mensch!“. Sie hat das Ziel, sowohl junge als auch lebenserfahrene Menschen für eine Ausbildung in der Pflege zu gewinnen. Um Begeisterung für Berufe in diesem Bereich zu wecken, wird auch ein Blick hinter die Kulissen gewagt. In der Portraitserie „Frühspätnachtdienst mit“ werden echte Pflegefachkräfte bei ihrer Arbeit begleitet und deren Arbeitsalltag authentisch, nah und ungeschönt gezeigt. Die Aufnahmen der Protagonistinnen und Protagonisten in den Einrichtungen – ob Krankenhaus, ambulante Pflege oder Pflegeheim – zeigen somit nicht nur den Arbeitsalltag, sondern auch die persönlichen Beweggründe für einen Beruf in der Pflege.

„Frühspätnachtdienst mit Francesca“

Die 31-Jährige Francesca aus Wiesbaden ist momentan in ihrem dritten Lehrjahr zur Altenpflegefachkraft. In ihrem Job im Seniorenheim kann sie besonders gut ihr emphatisches Handeln und ihre Sensibilität einsetzen. Francesca betont außerdem den Wert der Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen. Im Video verrät sie ihre fünf Tipps für die Arbeit in der Nacht und warum man keine Angst vor der ersten Nachtschicht haben sollte.

Video-Quelle: „Mach Karriere als Mensch!“, BMFSFJ

Tipp 1: Viel trinken

Viel Wasser zu trinken hilft Francesca dabei, die Augen offen zu halten und weniger müde zu sein. Es muss also nicht immer Kaffee sein.

Tipp 2: In Bewegung bleiben

Bloß nicht hinsetzen und den Kopf auf die Tischplatte legen! Ruckzuck ist man weggenickt. Stattdessen lieber mal die Treppe und nicht den Aufzug nehmen. So wird dem Körper signalisiert, dass er nicht auf Ruhemodus steht.

Tipp 3: Arbeit gleichmäßig aufteilen

Vermeiden Sie es, alle Arbeiten gleich in den ersten zwei Stunden zu erledigen. Denn was machen Sie danach? Eine Runde schlafen? Falsch! Versuchen Sie lieber, sich auch noch Aufgaben für die zweite Hälfte der Schicht aufzuheben.

Tipp 4: Ausgleich schaffen

Wer sich in seiner Freizeit ein paar schöne Dinge vornimmt, auf die er*sie sich während des Diensts freuen kann, ist gleich viel motivierter bei der Sache. Die freien Minuten im Nachtdienst kann man wunderbar damit verbringen, Pläne zu schmieden. Zum Beispiel für einen Ausflug mit Freund*innen, einem Abendessen mit der Familie, dem neuen Yogakurs – Ihnen wird schon etwas einfallen!

Tipp 5: Keine Angst vor dem Nachtdienst haben

Anders heißt nicht: schlechter. In der Nacht lernt man die Patient*innen von einer ganz anderen Seite kennen. Vielleicht sind sie sensibler, ruhiger? Gehen Sie am besten ohne Vorurteile in die Nachtschicht! Vielleicht werden Sie ja positiv überrascht.

Mehr Informationen zur Folge „Frühspätnachtdienst mit Francesca“ und zu den Hintergründen der gesamten Serie finden Sie auf der Seite der Ausbildungsinitiative Pflege.

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Autor

Nadine Elbert

Seit August 2019 schreibt Nadine Elbert hier im Wechsel über Themen aus den Bereichen Ausbildung, Studium und Beruf – und schöpft dabei auch aus ihrem reichhaltigen persönlichen Erfahrungsschatz.