Ausbildung in Büro und Co.? Aber ja doch!

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Sesselpupser*in ist wohl nur eine der nicht allzu netten Bezeichnungen für Männer und Frauen, die vom Schreibtisch aus ihre Arbeit erledigen. Dass diese Berufe keineswegs langweilig sind und einige bestechende Vorteile bieten, beweisen wir Ihnen jetzt. Für Menschen, die bei längerem Sitzen Hummeln im Hintern entwickeln, sind diese Berufe freilich nur bedingt geeignet. Wer seine Füße allerdings gerne im Trockenen hat, es mag, konzeptionell zu arbeiten, Fremdsprachen liebt oder gerne organisiert, kann mit einem der unzähligen Büroberufe glücklich werden.

Es ist an der Zeit, endlich mal aufzuräumen mit verstaubten Aktenordnern und grauen Büroteppichen. Viele Büroräume wurden in den letzten Jahren zu wahren Wohlfühloasen umgestaltet – mit Massagesesseln, Ruheräumen und schicker Teeküche. Oder wie gefiele Ihnen ein Arbeitstag unter freiem Himmel, fröhlich zwitschernde Vögel über Ihrem Haupt und ein kühles Getränk neben dem Laptop? In den meisten Büroberufen kann man heute, so Chef*in will, nämlich von überall arbeiten. Wen stört es, ob Sie als Übersetzer*in und Dolmetscher*in in Ihrer Finca auf La Gomera sitzen oder die Wohnung eines Freundes in Paris bewohnen, solange der als European Business Manager im Süden Portugals weilt.

Und nicht nur was den Arbeitsort angeht sind Sie flexibel, denn in allen Branchen und Wirtschaftszweigen werden fähige Büroleute in den unterschiedlichsten Tätigkeitsfeldern gebraucht. Abwechslung und Weiterentwicklungsmöglichkeiten sind hier also garantiert.

Ausbildung im E-Commerce

Ein recht junger Beruf, der beste Perspektiven bietet, ist der*die Kaufmann*frau im E-Commerce. Online-Händler und Dienstleister im Internet brauchen gut ausgebildete Leute. Fachkräfte, die bei der Auswahl des Sortiments den richtigen Riecher haben. Spezialist*innen, die in Fragen der Online-Werbung unterstützen. Menschen, die die Büroorganisation in ihre geschickten Hände nehmen und das Nutzerverhalten der Kund*innen mit Kennerblick analysieren. Ein Zukunftsberuf für alle internetaffinen, marketinginteressierten Organisationstalente!

Rauf in die Chefetage!

Die Chefetage ist genau Ihr Stockwerk? Sie sind gerne verlässliche*r und freundliche*r Ansprechpartner*in für Chef*innen, Kund*innen und Geschäftspartner*innen? Dann ist die Ausbildung zum*r Euro-Management-Assistent*in eine Überlegung wert. Dort lernen Sie nicht nur, Geschäftskorrespondenzen in deutscher Sprache geschliffen zur formulieren, sondern bekommen zu den kaufmännischen Kenntnissen auch gleich noch zwei Fremdsprachen dazu.

Arbeiten als Verständigungsspezialist*in

Sie sind fasziniert von anderen Kulturen, lieben andere Sprachen und fühlen sich in einem internationalen Umfeld pudelwohl? Dann könnten Sie als Übersetzer*in und Dolmetscher*in glücklich werden. Um sich in diesem Beruf ausbilden zu lassen, benötigen Sie das Fach-(Abitur) oder die abgeschlossene Ausbildung zum*r Fremdsprachenkorrespondent*in. Während Übersetzer*innen sich um die schriftliche Übertragung von Texten in eine andere Sprache kümmern, sind Dolmetscher*innen für die mündliche Übersetzung bei internationalen Veranstaltungen, Kongressen oder auch bei Gericht gefragte Personen.

Mit der Ausbildung zum*r Übersetzer*in und Dolmetscher*in haben Sie die Möglichkeit, in beiden Bereichen zu arbeiten. Die meisten aber entdecken ihre Leidenschaft entweder für das Übersetzen, das sie ganz introvertiert in Ruhe vom Schreibtisch aus erledigen können, oder für das Dolmetschen, das spontan aus dem Moment heraus und oft vor vielen Menschen passieren muss.

Sportlich unterwegs

Wenn Sie als Sportler*in dort arbeiten wollen, wo andere ihre Freizeit verbringen, ist die Zusatzqualifikation Sportmanagementassistent*in interessant für Sie. Die Voraussetzung: Sie haben Ihre*n Kaufmännische*n Assistent*in bereits in der Tasche und möchten sich jetzt mit kaufmännischem Know-how Ihrem Lieblingsthema Sport widmen.

Als Sportmanagementassistent*in arbeiten Sie in Sportvereinen, Sportverbänden, im Vertrieb und Handel von Sportartikeln, für Sportmodelabels sowie Sportorganisationen. Und wenn Sie die Branche irgendwann mal wechseln wollen, steht dem nichts im Wege. Sie haben ja noch Ihre Ausbildung als Kaufmännische*r Assistent*in in petto.

Das können Sie als Sportmanagementassistent*in tun:

• Sportstätten und Fitnessstudios leiten
• Sportevents organisieren
• im Sportmarketing, Sportartikelmarketing tätig sein
• das Veranstaltungsmanagement für Sportveranstaltungen übernehmen

Übrigens: Sollten Ihnen in Ihrer Bürokarriere doch einmal irgendwo graue Büroteppiche und verstaubte Aktenordner begegnen – andere Unternehmen haben auch schöne Räume für bestens qualifizierte Fachkräfte.

Bildquelle Beitragsbild: © Monkey Business Images /shutterstock.com

Autor

Tanja Höfling

Seit Juli 2017 informiert die Online-Redakteurin des Euro Akademie Magazins regelmäßig über Aktuelles und Wissenswertes zu den Themen Ausbildung, Studium und Beruf.