Karrierekiller Körpersprache: Die fünf größten Fehler

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Gerade Jobanfänger wollen zum Berufsstart natürlich souverän und kompetent wirken. Also ziehen sie sich schick an, machen brav Überstunden, stellen kluge Fragen und smalltalken mit den Kollegen. Aber viele vergessen ein wichtiges Detail: Die Körpersprache. Nonverbale Fehler schaden oft viel mehr, denn sie werden von uns allen unbewusst wahrgenommen. Man kann das ja gar nicht abstellen: Ständig bewerten wir die Gestik und Mimik unseres Gegenübers. Deshalb kommt es meistens nicht nur darauf an, was gesagt wird, sondern wie es gesagt wird.

Im Job kann das viel ausmachen. Die gewünschte Gehaltserhöhung zum Beispiel. Oder eine tolle Projektpräsentation, bei der die Kollegen auch wirklich zuhören. Vielleicht auch nur die Einladung zur Geburtstagsparty vom netten Typen im Büro nebenan. Wer auf seine Körpersprache achtet, erscheint selbstbewusster und motivierter, aber auch sympathischer.

1. Schlechte Haltung

Schon Oma hat immer gesagt: „Kind, stell dich doch mal grad hin!“ Weise Worte, denn das ist nicht nur besser für den Rücken, sondern macht einen ganz anderen Eindruck auf das Umfeld. Wer in die Schluffi-Haltung verfällt, mit hängenden Schultern und rundem Rücken, der macht sich selbst klein, kraftlos und langweilig. Ein dynamischer, aufrechter Gang dagegen wirkt gleich viel motivierter.

2. Mit Gegenständen spielen

Manchmal weiß man einfach nicht, wohin mit seinen Händen. Also wandern sie zur Halskette, durch die Haare, pulen am Etikett der Wasserflasche oder zerknüllen ein Bonbonpapier. Das wirkt schnell unsicher und nervös. Bei einer Präsentation lenkt das Zappeln von den Inhalten ab, denn der Blick der Zuschauer folgt natürlich der Bewegung. Wohin also mit den Händen? Im Gespräch kann man das Gesagte mit passenden Gesten unterstreichen – das weckt auch Interesse bei den Zuhörern. Ansonsten bleiben die Hände in einem natürlichen Abstand am Körper.

3. Blickkontakt vermeiden

Beim Blickkontakt heißt es, das richtige Maß zu finden. Wer seinem Gesprächspartner nicht in die Augen schaut, erscheint unsicher oder desinteressiert. Also starren Sie ihn am besten ununterbrochen an, denn wer zuerst wegschaut, verliert – nein, das lassen Sie lieber. Experten empfehlen, den Blick für ein bis zwei, höchstens sieben Sekunden zu halten. Der beste Tipp ist aber, den vollen Fokus auf sein Gegenüber zu richten. So zeigen Sie Interesse und der Augenkontakt kommt von ganz allein.

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4. Arme verschränken

Verschränkte Arme sind ein Zeichen von Distanz und Verschlossenheit. Besonders im Vorstellungsgespräch verfällt man schnell in diese Position, schließlich ist man aufgeregt und möchte sich unbewusst selbst beschützen. Auf den Personaler, den Chef oder die Kollegen wirkt das Verdecken des Körpers aber abweisend. Also: Lieber offen und positiv auftreten, die Arme lassen Sie am besten locker hängen. Und immer schön lächeln!

5. Gelangweilt wirken

Gerade in der Probezeit sollten Sie einen motivierten und dynamischen Eindruck machen. Wer wie ein nasser Sack vor dem Bildschirm hängt, immer wieder aus dem Fenster schaut oder ständig am Smartphone klebt, wird bestimmt nicht positiv herausstechen. Wichtig ist also nicht nur, gute Arbeit abzuliefern. Sie sollten das Interesse für den Job auch ausstrahlen.

Gute Körpersprache kann man lernen

Trotz all der Körpersprache-Fallen ist es natürlich wichtig, authentisch zu bleiben. Eine aufgesetzte Attitüde wird direkt entlarvt. Aber auch der größte Körperklaus kann eine tolle Ausstrahlung bekommen – er muss nur genug üben. Dafür gibt es Seminare und Coachings, es reicht aber schon der eigene Spiegel. Sie können sich auch filmen oder Freunde um ehrliche Rückmeldung bitten. Wenn Sie trainieren, wird Ihnen die bessere Körpersprache bald in Fleisch und Blut übergehen und sie wirken selbstbewusst, positiv und sympathisch.

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Anna Rüppel

Seit April 2019 macht Anna Rüppel den Auszubildenen das Leben ein bisschen einfacher – mit Tipps und Neuigkeiten zu den Themen Ausbildung, Studium und Beruf.


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