Weihnachtsstress, Motivationsblockaden und gute Vorsätze

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Ende des Jahres: Besinnliche Weihnachtszeit? Zeit, in aller Ruhe gute Vorsätze fürs neue Jahr zu fassen? Weit gefehlt! Mal wieder total gestresst! Keine Zeit für Pausen, keine Zeit, um auf die Bremse zu treten. Aus den Büros und auch aus dem Umfeld hört man nur noch: „Ich bin voll im Stress“. Die letzten Weihnachtskarten müssen geschrieben und die Geschenke verpackt, womöglich sogar noch gekauft werden. Die zahlreichen Weihnachtsfeiern, Firmen- und Abteilungsessen häufen sich. Und der Berg an eingehenden E-Mails und Aufgaben im Büro wird täglich größer statt kleiner.

Wie schön wäre es, wenn man es schaffen würde, zum Jahresende im Office-Alltag gelassener zu sein. Dann könnte man das neue Jahr viel entspannter und zufriedener beginnen. Vielleicht wäre das ja schon mal ein erster von vielen weiteren guten Vorsätzen für das kommende Jahr?

Stress und Umgang mit Fehlern

Dauerstress führt zur totalen Erschöpfung. Auch ich merke, wie mir jetzt zum Jahresende die Puste ausgeht. Kleine Fehler schleichen sich in die Arbeit ein, wie zum Beispiel vergangene Woche, als mein Chef seine Dienstreise antreten sollte, ohne dass ich sie organisiert hatte. Dadurch, dass ich ständig „unter Strom stand“, habe ich schlicht vergessen, ihn in den nächsten Flieger zu setzen. Wie unangenehm mir die Situation war, können Sie sich sicher vorstellen. Wenn Ihnen ein solcher Fehler im Berufsalltag unterläuft, ist es das Wichtigste, professionell damit umzugehen.

Eine Lösung anbieten

Professionell heißt in diesem Fall, eine Lösung anzubieten und eine fehlerfreie Weiterarbeit zu gewährleisten. Es bringt Ihnen gar nichts, Ausflüchte für Ihren Fehler zu suchen. Wo gehobelt wird, fallen Späne. So ist es nun mal. Wichtig ist, dass Sie eine offene Fehlerkultur vorleben und sich bei der betreffenden Person entschuldigen. Solche unangenehmen Situationen lassen sich manchmal leider nicht umgehen. Aus diesem Grund sollte man versuchen, sie anzunehmen und die daraus resultierenden Fehler nicht unter den Teppich zu kehren.

Zu seinen Fehlern stehen

Es ist gut, der betroffenen Person zu zeigen, dass Sie genau wissen, was Sie falsch gemacht haben, und dass Sie sich der Konsequenzen bewusst sind. Sie müssen ihr genau zu verstehen geben, wie Sie zukünftig arbeiten wollen, um diese Fehler zu vermeiden. Es bringt rein gar nichts, nur zu sagen, dass man die Fehler zukünftig nicht mehr wiederholen wird. Fehler können jederzeit wieder passieren. Versuchen Sie auch nicht, Ihre Fehler zu beschönigen oder Ausreden dafür zu finden. Reden Sie über das, was schiefgelaufen ist. Sie werden sehen, dass Sie dadurch mehr Respekt erhalten, als wenn Sie versuchen, Ihre Fehler zu vertuschen oder schönzureden.

Motivationsblockaden

Bestimmt haben Sie in diesem Jahr auch schon die eine oder andere persönliche Motivationsblockade erlebt und konnten nichts dagegen tun? Die beste Art und Weise, solchen Blockaden entgegenzuwirken, ist, eine positive Einstellung zu bewahren. Alles beginnt, wie immer, im Kopf. Motivationsblockaden treten bei fast allen Menschen einmal auf. Man sollte sich davon nicht bremsen lassen, sondern aufstehen, daraus lernen und weitermachen. Sicherlich haben Sie immer jemanden in Ihrem Umfeld, der Sie motiviert und antreibt. Manchmal reicht es schon, wenn Sie sich mit Menschen umgeben, die positiv und motiviert sind. Dann können Sie von der Energie der Anderen nur profitieren.

Hören Sie auch auf, ständig zu grübeln: Wenn Sie keine Motivation für ein Projekt oder eine Aufgabe verspüren, machen Sie zunächst einfach etwas Anderes. Konzentrieren Sie sich auf etwas, dass Ihnen wieder Energie für die vorherigen, aufgeschobenen Aufgaben gibt.

Verfolgen Sie auch Ihre eigene Entwicklung: Wenn Sie merken, dass Sie bei einer bestimmten Aufgabe Erfolge feiern, wird Sie das motivieren weiterzumachen.

Gute Vorsätze für das neue Jahr

Der Jahreswechsel ist erfahrungsgemäß eine gute Möglichkeit, die Dinge besser zu machen. Das neue Jahr bietet die Chance, aus alten Fehlern zu lernen, sich neu zu motivieren und sich bewusst zu machen, dass das Leben aus einer Folge von Augenblicken besteht. Sicherlich stehen auf Ihrer Liste ähnliche Wünsche wie auf meiner: weniger Stress, mehr Achtsamkeit, mehr Zeit für Familie und Freunde, mehr Zeit für die eigene Weiterentwicklung, mehr Sport und körperliche Aktivität, gesündere Ernährung, gutes Verhältnis zum Chef und Kollegen etc.

Lassen Sie Ihre Vorsätze nicht nur Vorsätze bleiben. Setzen Sie IHREN persönlichen Vorsatz um. Formulieren Sie Ihre eigenen Ziele und legen Sie fest, bis wann und wie genau Sie etwas erreichen möchten. Wenn Sie es nicht alleine schaffen – suchen Sie sich Unterstützung. Bleiben Sie motiviert und optimistisch – und bleiben Sie dran!

Zu guter Letzt möchte ich Ihnen einen Satz mit auf den Weg geben, den mein kleiner Sohn vor einiger Zeit zu mir sagte: „Wenn man etwas will, so reicht es nicht, sich etwas nur zu wünschen: Man muss auch etwas dafür tun.“
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein erfolgreiches und zufriedenes neues Jahr und, dass Sie alle Ihre Vorsätze im neuen Jahr realisieren können.

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Autor

Enisa Romanic ist Trainerin und bietet unter Bürotrainingplus Seminare zum Office Management. Parallel dazu ist sie täglich in der Praxis als Assistentin tätig. Sie spricht Englisch, Französisch, Spanisch, Serbisch und Kroatisch und blickt nebem ihrem Studium als "International Management Assistant" an der AMA (Euro Akademie Lippstadt) auf zahlreiche Aus- und Weiterbildungen zurück. Für das Euro Akademie Magazin schreibt sie Kolumnen aus ihrer 18-jährigen Berufspraxis als Assistentin in unterschiedlichsten Branchen und Unternehmensbereichen.