Neuigkeiten

23.07.2020

Ankunft unserer Vietnamesinnen und Vietnamesen

Mit der Vorbereitung der Dokumente für das Visanantragsverfahren im Februar 2020 hat keiner an Corona und die Auswirkungen der Pandemie auf den Bildungsexport gedacht.

Visumverfahren vorerst eingestellt

Im März gab die Botschaft in Hanoi bekannt, dass bis auf Weiteres alle Verfahren für ein Visum zur Ausreise und zum Zwecke der Ausbildung eingestellt werden. An die Wiederaufnahme der Antragsbearbeitung war auch noch Anfang Mai nicht zu denken, unser Bitten und Drängen blieb unbeantwortet.

Die große Sorge unserer Schüler*innen in Vietnam, vielleicht nicht einreisen zu dürfen, der enorme Zeitdruck mit Blick auf den Ausbildungsbeginn am 1. September 2020, das Wissen um die noch zu entwickelnden Sprachkompetenzen von der Ankunft bis zum Start und die täglich nahbare Gewissheit, dass auch wir mit einer für uns noch unbekannten Pflegeausbildung beginnen müssen, veranlasste mich, alle Kanäle unseres Netzwerkes zu mobilisieren, vielleicht etwas Unmögliches möglich zu machen.

Ausreise immer noch ungewiss

Ende Mai erreichte uns dann die Information, dass die Botschaften ihre Arbeit wieder aufnehmen und siehe da, den Antragstellungen für die Ausreise zum Zweck einer Pflegeausbildung mit Vorrangstellung bearbeitet werden, was aber zur Folge hatte, dass hierfür externe Behörden zur Unterstützung beauftragt worden. Damit wussten weder die Antragsteller*innen über irgendetwas Bescheid, noch hatten wir irgendeine Form des „Zugriffs“ auf die Behörde und damit bestand auch keine Einflussnahme auf das Ergebnis des Verfahrens.

Endlich gute Nachrichten

Zwischenzeitlich gelang dann der Kontakt zum Auswärtigen Amt, mit dem Ergebnis, einige Informationsreihen zu schließen, auch wenn hier immer wieder auf den Datenschutz abgestellt wurde. Immer wieder im Versuch, die Gruppe der 29 vietnamesischen Schüler*innen im Geflecht der Behörden zusammenzuführen, gab es dann den fast erlösenden Satz „… für Ihre Gruppe sieht es doch ganz gut aus…“.

Nach Kenntnis, dass die Schüler*innen fast alle vollzählig ihr Visum haben, folgte das nächste Problem: Gebuchte Flüge wurden kurzfristig storniert, ein Ersatzflug nicht zu bekommen. Die Gruppe musste sich nun aufteilen und über Frankfurt mit einer anderen Airline einreisen.

Weitere Hürden der deutschen Behörden

Alles gut, so dachten wir - nun stand bei bereits gebuchten Flügen der Einzug in die Wohnungen in Frage, welche in den Verordnungen des Landes Sachsen-Anhalt zur Umsetzung der Hygienemaßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus zu finden waren. Die Wohnungsgesellschaft sah hier keine Möglichkeit und gab die Verantwortung an uns weiter.

Da auch ich keine Möglichkeit der alternativen Unterbringung sah, außer im eigenen Garten, nahm ich Kontakt mit der Stadt Bitterfeld-Wolfen, im Benehmen mit dem Gesundheitsamt des Landkreises, auf.

Unser Bemühen im Finden nach einer Lösung wurde dann durch eine auf den Tag veröffentlichte aktualisierte Verordnung abgelöst, die Bedingungen für den Einzug und die Quarantäne galten nun als aufgehoben.

Ankunft in Deutschland

Aktuell können wir 27 vietnamesische Schüler*innen am Standort Bitterfeld-Wolfen begrüßen. Eine Schülerin reist Anfang der kommenden Woche ein, sie wurde am Flughafen zurückgewiesen, aufgrund eines ungültigen Visums. Das Remonstrationsverfahren wurde mit Eilantrag unsererseits zügig bewilligt. Ein weiterer Schüler fehlt noch, hier liegen noch keine verbindlichen Rückmeldungen auf Einreise vor.

Vor dem Hintergrund der geschilderten Abläufe ist uns zudem auf Antrag im zuständigen Kultusministerium, entgegen aller Vorgaben in den Rechtsverordnungen zur neuen Pflegeausbildung, der einmalige Ausbildungsbeginn für den 1. November 2020 bewilligt worden.

Ein wahres Gemeinschaftsprojekt

Das Projekt und die vielen kleinen Arbeitsschritte, wären ohne die gefestigten Kooperationsstrukturen und ohne die vielen fleißigen Hände der Kolleg*innen am Standort in Bitterfeld-Wolfen nicht umsetzbar. Frau Krämer, Frau Reichel, Frau Huhn, Kolleg*innen die ich jederzeit ansprechen kann, die mit mir gemeinsam nach Lösungen suchen und mir oftmals auch die Sorge nehmen, wenn es manchmal aussichtslos erscheint …  Herzlichen Dank dafür!


Text: Liane Michaelis


Geschlechtergerechtigkeit gehört zu den Grundsätzen unseres Unternehmens. Sprachliche Gleichbehandlung ist dabei ein wesentliches Merkmal. Für den diskriminierungsfreien Sprachgebrauch verwenden wir in Texten den Gender Star bei allen personenbezogenen Bezeichnungen, um alle Geschlechter und Geschlechtsidentitäten einzuschließen. Versehentliche Abweichungen enthalten keine Diskriminierungsabsicht.

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